Berlinale 2008: Vom Knast aufs Podest - DER SPIEGEL
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Berlinale 2008 Vom Knast aufs Podest

Als musikalische Mörderin im Gefängnis-Drama "Vier Minuten" legte Hannah Herzsprung ein fulminantes Kinodebüt hin. Nun wird die Schauspielerin für ihre erste Rolle als "Shooting Star 2008" ausgezeichnet.
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Berlin - Die Liste der vergangenen Preisträger klingt vielversprechend: Franka Potente, Daniel Brühl oder Daniel Craig wurden allesamt zu Shooting Stars erkoren. Jetzt darf sich Schauspielerin Hannah Herzsprung auch so nennen. Sie wurde soeben als einer der europäischen "Shooting Stars 2008" ausgewählt. Bei der 58. Berlinale im Februar 2008 wird sie gemeinsam mit acht Kollegen geehrt, die aus insgesamt 22 Kandidaten ausgewählt wurden. In der Jury saßen unter anderem der deutsche Kameramann Michael Ballhaus und die dänische Dogma-Film-Produzentin Vibeke Windeløv.

Herzsprung habe sich mit ihrer Rolle in dem Film "Vier Minuten" in das Bewusstsein des internationalen Filmpublikums gespielt, begründete die Filmvermarktungsgesellschaft German Films die Nominierung. Der wahre Preisregen für die Regiearbeit von Chris Kraus sei nicht zuletzt ihrer Leistung zu verdanken. Für Aufsehen sorgte die 26 Jahre alte Tochter des Schauspielers Bernd Herzsprung auch mit dem Film "Das wahre Leben", wo sie an der Seite von Katja Riemann und Ulrich Noethen zu sehen war. Auch im RAF-Film "Der Baader-Meinhof Komplex" und in "Der Vorleser" spielt sie mit.

Zu den weiteren Preisträgern gehören die Dänin Stine Fischer Christensen, der Franzose Nicolas Cazalé, der Ungare Zsolt Nagy, der Italiener Elio Germano, die Niederländerin Maryam Hassouni, die Rumänin Anamaria Marinca, der Schweizer Joel Basman und der Engländer Andrew Garfield.

Mit der Auszeichnung "Shooting Star" werden aufstrebende, europäische Schauspielertalente gewürdigt, die in ihren Heimatländern bereits größere Kinoerfolge verbucht haben. Auf der Berlinale erhält Herzsprung zusammen mit den anderen europäischen Nachwuchsstars die Möglichkeit, sich mit internationalen Schauspielkollegen, Regisseuren und Produzenten auszutauschen; eine große Chance für die weitere Karriere.

Die Preisvergabe wird seit 1998 von der European Film Promotion (EFP) organisiert, die jedes Jahr die größten Schauspielhoffnungen der EU-Mitgliedsländer auswählt.

tho/dpa/ddp

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