Berlinale 2018 Wes-Anderson-Film eröffnet Festival
Szene aus "Isle of Dogs - Ataris Reise"
Foto: 20th Century FoxEs ist das erste Mal, dass ein Animationsfilm die Filmfestspiele eröffnet: "Isle of Dogs - Ataris Reise" von Wes Anderson wird seine Weltpremiere zur Eröffnung der 68. Berlinale feiern. Festivaldirektor Dieter Kosslick bezeichnete das Werk als "Film, der mit dem verzaubernden Wes-Anderson-Stil begeistert".
Tatsächlich klingt der Plot nach einem klassisch kruden Anderson: In "Isle of Dogs - Ataris Reise" geht es um den zwölfjährigen Atari, Pflegesohn eines korrupten Bürgermeisters, der alle Hunde auf eine Mülldeponie verbannen lässt. Atari macht sich deshalb auf, seinen Body-Guard-Hund Spots zu suchen und wird dann mit der Hilfe eines Rudels von Mischlingshunden zum Helden. In den USA startet der Animationsfilm am 23. März 2018, weltweit im April 2018.
Mit "Grand Budapest Hotel" hatte der amerikanische Kultregisseur Anderson bereits 2014 die 64. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet. Der Film gewann darüber hinaus den Silbernen Bären. Davor präsentierte Anderson "Die Royal Tenenbaums" (2002) und "Die Tiefseetaucher" (2005) im Wettbewerb.
Die 68. Berlinale läuft vom 15. bis 25. Februar 2018. Seit gut einer Woche tobt eine heftige Diskussion um die Zukunft des Festivals. Grund ist die Nachfolgeregelung von Festivaldirektor Kosslick, dessen Vertrag im Jahr 2019 ausläuft. Schon lange steht er in der Kritik, das Festival durch eine profilarme Programmgestaltung in die Mittelmäßigkeit zu führen.
Ende November hatten 79 Regisseurinnen und Regisseure einen grundlegenden Neuanfang bei der Berlinale gefordert, unter ihnen prominente Künstler wie Maren Ade, Fatih Akin und Christian Petzold. Zu ihren Forderungen zählt unter anderem, eine internationale, zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzte Findungskommission für die Nachfolgeregelung einzusetzen.