Internationale Filmfestspiele Schwarz-Weiß-Aufnahmen
Sandra Hüller: Die Schauspielerin erhielt den Silbernen Bären für ihre Rolle in dem Film »Rose«. Hüller verkörpert darin eine Frau, die sich im 17. Jahrhundert in einem kleinen, abgelegenen Dorf als Mann ausgibt. Einzig so sieht sie die Chance auf ein freies, selbstbestimmtes Dasein. Als sie entlarvt wird, kennt die Dorfgemeinschaft kein Erbarmen.
Für sein Politdrama »Gelbe Briefe« nahm der Berliner Regisseur İlker Çatak den Goldenen Bären entgegen. »Gelbe Briefe« erzählt die Geschichte eines türkischen Künstlerpaares aus der Theaterwelt in Ankara. Das Paar positioniert sich politisch, verliert seine Arbeit und gerät in materielle Not.
Claudia Roth auf dem roten Teppich. Die 76. Internationalen Filmfestspiele waren so politisch wie selten zuvor. Lesen Sie hier eine Analyse.
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Jurypräsident Wim Wenders: In den vergangenen anderthalb Wochen war Kritik an ihm und der Festivalleitung laut geworden. Wenders hatte zum Auftakt der Filmfestspiele im Kontext einer Frage zum Nahostkonflikt gesagt, Filmschaffende müssten sich aus der Politik heraushalten. Dem hatten zahlreiche Künstler in der Folge widersprochen.
Désirée Nosbusch führte durch die Preisverleihung und sagte, sie sei sich »sicher, dass unsere Herzen bei all den Menschen sind, die leiden, sei es durch Kriege oder durch Terrorismus«. Zuvor hatte bereits die libanesische Filmemacherin Marie-Rose Osta, die für ihren Kurzfilm ausgezeichnet wurde, auf der Bühne die israelische Kriegsführung kritisiert.
Schauspielerin Lena Urzendowsky auf der Preisverleihung. Sie spielte zuletzt mit in dem Film »In die Sonne schauen«. Das Drama erzählt von Traumata, die Generationen überdauern.
Channing Tatum bei der Premiere von »Josephine« am 20. Februar, einem Drama über sexuelle Gewalt. Tatum spielt den Vater eines acht Jahre alten Mädchens, das Zeugin einer Vergewaltigung wird.
Die britische Schauspielerin Gemma Chan auf dem roten Teppich. Sie ist ebenfalls in »Josephine« zu sehen. Sie spielt die Mutter des Mädchens.
Karoline Herfurth kam am 12. Februar zu der Premiere von »No Good Men«. Im Film geht es um eine Kamerafrau in Afghanistan, die – kurz vor der Rückkehr der Taliban – um das Sorgerecht für ihren dreijährigen Sohn kämpft.
Tolles Outfit: Auch Schauspielerin Heike Makatsch war am 12. Februar auf dem roten Teppich zu sehen.
Seit einiger Zeit wird Pamela Anderson dafür gefeiert, kaum oder kein Make-up zu tragen – so wie hier: Sie kam am 14. Februar zur Berlinale und sah sich »Rosebush Pruning« an. Im Film geht es um US-amerikanische Geschwister, die in Spanien leben und deren familiäre Strukturen zerfallen.
Ganz in Weiß, ganz in Schwarz: Schauspielgrößen Isabelle Huppert und Lars Eidinger am 16. Februar auf der Berlinale.
Schauspielerin Amanda Seyfried kam am 19. Februar zur Premiere des Films »The Testament of Ann Lee«. Seyfried spielt in dem historischen Musicaldrama Ann Lee, eine religiöse Führerin.