Fortsetzung des Klassikers Erster Trailer für "Blade Runner 2049"
Ryan Gosling in "Blade Runner 2049"
Foto: Sony PicturesTo tease bedeutet im Englischen ärgern und necken, aber auch reizen und neugierig machen. Genau das ist die Aufgabe eines Teaser-Trailers: Nicht zu viel verraten, aber auf den Film neugierig machen. Das dürfte den Machern von "Blade Runner 2049" mit ihrem jetzt veröffentlichten ersten Teaser gelungen sein.
Wobei das auch keine Kunst ist, schließlich gehört der Film ohnehin schon zu den am heißesten erwarteten Filmprojekten 2017. Seit Jahren gab es immer wieder Gerüchte, der Klassiker von 1982 werde fortgesetzt, aber nie ging das Projekt über die Planungsphase hinaus.
Jetzt bekommen Fans zum ersten Mal einen handfesten Eindruck von "Blade Runner 2049" - wobei der Plot, eines der am besten gehüteten Geheimnisse in Hollywood, natürlich auch im Teaser äußerst schemenhaft bleibt.
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Zu sehen sind zum Teil düster ausgeleuchtete, ikonografische Aufnahmen, die aus dem Original stammen könnten: Neon-Reklame im Dauerregen, Regenschirme aus Plastik, Großstadtgetümmel. Nur stapft jetzt Ryan Gosling durch die Straßen, und nicht Harrison Ford, der Hautdarsteller des Originals.
Ford tritt aber auch auf, als gealterter Mann mit Schweißflecken unter den Armen, irrem Blick und zitternder Waffe im Anschlag. "Ich hatte mal deinen Job", stößt er hervor. "Damals waren die Dinge einfacher", antwortet Gosling.
Dazu gibt es Aufnahmen aus einer apokalyptischen Welt: Wüste, orangefarbenes Licht, die Ruine eines futuristischen Fahrzeugs, ein verlassenes Gebäude, das ebenfalls aus dem ersten Teil stammt.
Regie bei der Fortsetzung führt der Kanadier Denis Villeneuve, der sich in den letzten Jahren zu einem der besten Regisseure der amerikanischen Filmindustrie entwickelt hat und dem es immer wieder gelingt, Genrefilme mit Gegenwärtigkeit und Bedeutung aufzuladen. 2016 brachte Villeneueve mit "Arrival" einen euphorisch besprochenen Science-Fiction-Film in die Kinos. Er übernimmt von Ridley Scott, der das Original inszenierte und diesmal als Produzent fungiert.
"Blade Runner" entführt in eine Dystopie. Die Geschichte spielt im Los Angeles des Jahres 2019. Künstliche Menschen, so genannte Replikanten, sind nicht mehr von natürlich Geborenen zu unterscheiden. Harrison Ford spielt Rick Deckard, einen Blade Runner, dessen Aufgabe es ist, aufständische Replikanten zu töten.
Beim Kinostart war "Blade Runner" 1982 zunächst kein großer Kassenerfolg, entwickelte sich aber im Lauf der Jahre zu einem Kultfilm, verehrt von Fans und vielen Kritikern. Dazu trug nicht zuletzt ein Director's Cut bei, der 1992 in die Kinos kam und dessen alternatives Ende die Geschichte mit zusätzlichen Interpretationsmöglichkeiten versah.
"Blade Runner 2049" startet am 5. Oktober 2017 in den deutschen Kinos.