Box Office: Aliens räumen Rango ab - DER SPIEGEL
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Box Office Aliens räumen Rango ab

Attacken aus dem Weltraum laufen immer: Das SciFi-Spektakel "Battle: Los Angeles" sorgte in den USA für den zweitbesten Kinostart des Jahres. In Deutschland erwischte die Einwanderungskomödie "Almanya" einen guten Start - Nummer eins bleibt jedoch Oscar-Gewinner "The King's Speech".
"Battle: Los Angeles": Das Alien-Spektakel lockt vor allem die Herren an die Kinokassen.
"Battle: Los Angeles": Das Alien-Spektakel lockt vor allem die Herren an die Kinokassen.

"Battle: Los Angeles": Das Alien-Spektakel lockt vor allem die Herren an die Kinokassen.

Foto: Sony Pictures
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Hamburg/Los Angeles - Es war der zweiterfolgreichste Kinostart des Jahres: In den USA lief das SciFi-Action-Spektakel "Battle: Los Angeles" in 3.417 Kinos an und spielte 36 Millionen Dollar ein - rund zwei Millionen Dollar weniger als in der Vorwoche der Animations-Western " Rango", der am Wochenende immerhin noch auf 23,1 Millionen Dollar kam.

Das Einspielergebnis von "Battle: Los Angeles" ist so erwartbar wie der Plot, in welchem die US-Army die kalifornische Großstadt gegen eine Attacke aus dem Weltraum verteidigt. "Etwas weniger als 'Black Hawk Down' und 'Starship Troopers' aber etwas mehr als 'The Day The Earth Stood Still', so kommentiert der Branchendienst Boxofficemojo.com  den Erfolg des Alien-Thrillers routiniert. Etwa 68 Prozent der "Battle: Los Angeles"-Besucher waren männlich, 55 Prozent waren älter als 25 Jahre.

Niederlage in 3D für Disney

Um den Film mit Michelle Rodríguez in einer der Hauptrollen hatte es bereits ein Dreivierteljahr vor Kinostart Querelen gegeben. Die Produktionsfirma Sony Entertainment warf den Special-Effects-Experten Greg and Colin Strause Ideenklau vor: Die Strause-Brüder hatten für "Battle: Los Angeles" gearbeitet, ohne zu erwähnen, dass sie gleichzeitig ihren eigenen SciFi-Film "Skyline" produzierten. "Skyline", der ebenfalls von einer Alien-Invasion in L.A. handelt, war bereits im November in die Kinos gekommen - aber kommerziell gefloppt.

Disney musst am Wochenende eine Niederlage hinnehmen: Der 3D-Animationsfilm "Mars Needs Moms" brachte es gerade mal auf 6,8 Millionen Dollar - das drittschlechteste Startergebnis für einen Disney-Trickfilm überhaupt.

Der Film "Red Riding Hood" spielte immerhin 14,1 Millionen Dollar ein. Die von "Twilight"-Regisseurin Catherine Hardwicke gedrehte Märchenadaption versucht, an die vor allem unter weiblichen Teenagern grassierende Gothic-Mania anzuknüpfen - nur dass hier der schöne Jünglinge nicht zum Vampir, sondern zum Werwolf mutiert. Das Zielpublikum fühlte sich offensichtlich angesprochen: 64 Prozent der "Red Riding Hood"-Besucher am ersten Wochenende war weiblich, 55 Prozent unter 25 Jahre alt.

Almanya bester Neustart in deutschen Kinos

In Deutschland vermieste das erste schöne Frühlingswochenende den Kinobetreibern ein wenig das Geschäft. Womöglich trugen auch das Erdbeben und die drohende Nuklearkatastrophe in Japan dazu bei, dass der Besucherandrang an den Kinokassen unterdurchschnittlich blieb.

Bester Neustart in Deutschland war der Film " Almanya - Willkommen in Deutschland", der auf Platz fünf der Kino-Charts eingestiegen ist. Nach Angaben von Media Control sahen am Startwochenende rund 128.000 Zuschauer die Komödie der Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli über die Geschichte einer Gastarbeiter-Familie, der gerade zwei Mal für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde.

Auf Platz eins thront weiter der Oscar-Gewinner "The King's Speech" mit 222.000 Besuchern, gefolgt von Til Schweigers Kokowääh" (166.000). "Rango" lockte in Deutschland am zweiten Wochenende immerhin noch 160.000 Zuschauer in die Kinos. Der 17-jährige Teenager-Schwarm Justin Bieber steigt mit der Musikdokumentation "Justin Bieber - Never Say Never" auf Rang elf ein (64.000). Der Oscar-nominierte Javier Bardem konnte mit " Biutiful" immerhin noch 20.000 Zuschauer in 69 Kinos locken.

twi/dapd