Box Office: Amerikas neues Sweetheart - DER SPIEGEL
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Box Office Amerikas neues Sweetheart

Gleich zwei Rekorde brach die romantische Komödie "Sweet Home Alabama" an ihrem Startwochenende in den USA und eroberte auf Anhieb den Spitzenplatz der Charts. Für die Hauptdarstellerin Reese Witherspoon ist der Kassenerfolg die Eintrittskarte in die Liga der Superstars. Deutschland feiert derweil den Thriller "Die Bourne Identität"
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New York/Hamburg - Die romantische Komödie "Sweet Home Alabama" mit einer hinreißenden Reese Witherspoon hat die amerikanischen Kinos erobert. Die zuletzt in "Natürlich blond" erfolgreiche Witherspoon spielt eine junge Frau aus dem tiefen Süden der USA, die in New York Karriere macht und sich den begehrtesten Junggesellen der Stadt angelt. Vor der Glitterhochzeit in Manhattan hat sie allerdings noch ein kleines Problem zu lösen: die Scheidung von ihrer Jugendliebe zu Hause in Alabama.

Der Film von Regisseur Andy Tennant brachte nach ersten Studioangaben am Premierenwochenende 37,5 Millionen Dollar (38,2 Millionen Euro) in die Kinokassen der USA und Kanadas. Laut Disney-Filmstudio, das die Komödie produzierte, der beste September-Start eines Films aller Zeiten. Noch einen weiteren Rekord kann "Sweet Home Alabama" für sich verbuchen: Laut "Entertainment Weekly" schaffte er auch den besten Start einer romantischen Komödie. Bisheriger Rekord-Halter: "Runaway Bride" (1999) mit Julia Roberts (35,1 Millionen Dollar Umsatz am ersten Wochenende). Wie es scheint, haben sich die Amerikaner mit der 26-jährigen Reese Witherspoon einen neuen Superstar erkoren. "Sweet Home Alabama" kommt zu Weihnachten in deutsche Filmtheater.

Nummer zwei der US-Charts wurde die ebenfalls neu gestartete Action-Komödie "The Tuxedo - Gefahr im Anzug" über einen Chauffeur (Kampfsport-Koryphäe Jackie Chan), der sich ungewollt durch den mit Spezialfunktionen ausgestatteten Smoking eines Geheimagenten in eine Kampfmaschine verwandelt. In Deutschland ist der Film Anfang Dezember zu sehen.

Die Komödie "Barbershop" rutschte nach zwei Wochen an der Spitze der Kinocharts auf Platz drei ab, spielte aber noch einmal 10,1 Millionen Dallar in die Kassen. Der Rapper Ice Cube spielt in der Milieu-Komödie den unfreiwilligen Erben eines Friseurladens. "Barbershop" war in der vergangenen Wochen auf den Politik-Seiten von US-Zeitungen gelandet, nachdem die schwarzen Bürgerrechtler Reverend Jesse Jackson und Reverend Al Sharpton die Kürzung des Films um eine Passage verlangt hatten. Sie stoßen sich an einem Witz über den ermordeten Martin Luther King Jr. und die Bürgerrechtlerin Rosa Parks. Das Hollywood-Studio MGM wies die Forderung jedoch zurück - mit dem Hinweis darauf, dass der Erfolg des Films für das ungekürzte Original spreche.

Den vierten Platz belegt der Geheimtipp "My Big Fat Greek Wedding" mit respektablen 9,8 Millionen Dollar Umsatz in der 24. Woche. Auf Rang fünf rutschten die Hollywood-Veteraninnen Goldie Hawn und Susan Sarandon mit ihrer Komödie "The Banger Sisters".

In Deutschland schaffte unterdessen der Spionage-Thriller "Die Bourne Identität" mit Matt Damon und Franka Potente auf Anhieb den Sprung an die Chartspitze. Der spannende Film um den Gedächtnisverlust eines CIA-Agenten verwies damit den bisherigen Spitzenreiter "Signs" auf Platz zwei. Auf Platz drei landete aus dem Stand die kleine Hexe "Bibi Blocksberg", die bereits auf Millionen von Hörkassetten die Kinderzimmer erobert hat. Auf dem vierten Platz behauptet hat sich der Beziehungsfilm "Nackt" von Doris Dörrie. Die Nick-Hornby-Verfilmung "About A Boy" mit Hugh Grant in der Hauptrolle fiel vom zweiten auf den fünften Platz.

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