Box Office: Ausgebremster "Polar Express" - DER SPIEGEL
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Box Office Ausgebremster "Polar Express"

Pixars Superhelden beweisen Superkräfte: "The Incredibles" haben den Wettkampf der computeranimierten Filme für sich entschieden. Auch in der zweiten Woche behaupten sie sich an der Spitze der amerikanischen Kino-Charts - vor dem millionenschweren Neustart "Polar Express". Deutschland favorisiert nach wie vor die "7 Zwerge".
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Los Angeles/Hamburg - Ein herber Rückschlag für Warner Bros. Pictures, die insgesamt rund 270 Millionen Dollar in die Produktion ihres Animationsfilms "Polar Express" gesteckt haben. Zwar zeigte sich ein Sprecher gegenüber CNN sehr zufrieden mit dem Fünf-Tage-Ergebnis von 30,8 Millionen Dollar, Kritiker sprechen angesichts des sündhaft teuren Weihnachtsfilms hingegen von einem "Zugwrack" und gruseligen, nicht kindgerechten Figuren.

Regisseur Robert Zemeckis ("Forrest Gump", "Zurück in die Zukunft") hatte bei der Produktion auf die Motion-Capture-Technik gesetzt. Echte Schauspieler standen mit ihren Bewegungsabläufen Pate für die animierten Filmfiguren. Superstar Tom Hanks beispielsweise, der neben drei anderen Personen auch dem Kleinen Helden und dem Schaffner Leben einhauchte. Doch die revolutionäre Technik brachte bisher noch nicht den erhofften Erfolg: An den wichtigen drei Tagen des ersten Wochenendes erzielte "Polar Express" nur 23,5 Millionen Dollar Umsatz.

"The Incredibles" hingegen, Pixars sechster Film in Zusammenarbeit mit Disney, spielte am vergangenen Wochenende noch einmal 51 Millionen Dollar ein. Das Zehn-Tage-Ergebnis liegt somit nun bei 144,1 Millionen - genauso hoch wie bei "Findet Nemo" zum selben Zeitpunkt.

Den dritten Platz belegt die Gaunerkomödie "After the Sunset" mit Pierce Brosnan, Salma Hayek und Woody Harrelson, die an ihrem Start-Wochenende auf 11,5 Millionen Dollar kam. Brett Ratners Film startete damit ein bisschen besser als von den US-Kritikern erwartet.

Ein Erfolg für Universal Pictures war das erste US-Wochenende von "Bridget Jones: The Edge of Reason". Die britische Komödie mit Renee Zellweger, Colin Firth und Hugh Grant in den Hauptrollen schaffte mit 8,9 Millionen Dollar den vierten Platz, obwohl der Film nur in 530 amerikanischen Filmtheatern gezeigt wurde. Zum Vergleich: "The Incredibles" lief in 3933, "The Polar Express" in 3650 und "After the Sunset" in 2819 Sälen.

Auf Rang fünf platzierte sich ein weiterer Neustart: "Seed of Chucky", der fünfte Teil einer Horror-Reihe über eine Mörderpuppe, schaffte 8,8 Millionen Dollar.

In Deutschland bleiben zum dritten Mal in Folge die tapferen "7 Zwerge - Männer allein im Wald" an der Spitze. Laut "Blickpunkt:film" haben am vergangenen Wochenende geschätzte 850.000 Besucher den Filmspaß von und mit Otto Waalkes gesehen. Mit nunmehr 4,6 Millionen Zuschauern ist er schon jetzt der dritterfolgreichste des laufenden Kinojahres.

Auf den zweiten Platz kletterte mit rund 285.000 Kinogängern die Tanz-Romanze "Darf ich bitten?" mit Richard Gere und Jennifer Lopez. Dagegen rutschte "Alien Vs. Predator" mit 195.000 Besuchern auf den dritten Rang ab, knapp vor dem besten Neustart "Die Vergessenen" mit 185.000 Zuschauern.

Der Polit-Thriller "Der Manchurian-Kandidat" kam als zweiter Neuling mit knapp 95.000 Besuchern unter die Top fünf, dagegen enttäuschten die weiteren Neustarts: "Just A Kiss" auf Platz 15 und "The Machinist" auf Platz 17.

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