Box Office Berauschende Katerstimmung
Hamburg/Los Angeles - Von Katerstimmung keine Spur: Die zotige Männerkomödie "The Hangover" hat sich auch am zweiten Wochenende als Überraschungshit an den US-Kassen erwiesen. Laut "Blickpunkt:Film" kam der Film gewordene Junggesellenabschied auf erstaunliche 33,4 Millionen Dollar und hat damit bereits in Woche zwei die 100-Millionen-Grenze überschritten (105,4 Millionen).
Eine Reihe Komiker: "The Hangover" berauscht die Kinogeher
Foto: Frank Masi/ AP"The Hangover" erinnert an "Die Hochzeitscrasher" aus dem Jahr 2005, der nicht nur einen ähnlich derben Humor hatte, sondern genau wie "The Hangover" trotz R-Rating früh Erfolge feierte. Die Owen-Wilson-Komödie kam seinerzeit auf ein Einspielergebnis von insgesamt 210 Millionen Dollar.
Für den Animationsfilm "Up" (deutscher Titel: "Oben") reichte es am dritten Wochenende mit 30,5 Millionen Dollar wieder nur für den zweiten Platz. Mit einem Gesamtergebnis von 187,2 Millionen Dollar ist der farbenfrohe Pixar-Neuling jedoch schon jetzt der dritterfolgreichste Film des Jahres 2009 - und bereits erfolgreicher als sein Vorgänger "Wall-E" zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr.
Den besten Neustart in den USA legte "Die Entführung der Pelham 123" mit Denzel Washington und John Travolta in den Hauptrollen hin. Mit 25 Millionen Dollar reichte es für das Remake des Walter-Mathau-Thrillers aus dem Jahr 1974 allerdings nur für den dritten Platz - immer noch besser jedoch als Denzel Washingtons letzter Thriller "Déjà Vu", der mit 20,6 Millionen Dollar zum Start vor drei Jahren deutlich schwächer war.
Ben Stiller und seine zum Leben erwachten Museumskameraden folgten auf Platz vier. Das Sequel "Nachts im Museum 2" spielte am Wochenende solide 9,6 Millionen Dollar ein und positionierte sich damit knapp vor dem neusten Streich von US-Komiker Will Ferrells und seiner abenteuerlichen Dinosaurierkomödie "Die fast vergessene Welt" mit 9,1 Millionen Dollar.
Einen enttäuschenden Auftakt hatte Eddie Murphys neue Komödie "Imagine That - Die Kraft der Fantasie", die mit mit 5,7 Millionen Dollar am ersten Wochenende den Einstieg in die Top fünf deutlich verpasste.
Kampf um die deutsche Pole-Position
In den deutschen Kinocharts hat es wieder einen Wechsel an der Spitze gegeben: Mit knapp 250.000 Besuchern hat die Verfilmung des Dan-Brown-Romans "Illuminati" in ihrer fünften Woche die Nummer eins zurückerobert und ist damit bereits zum vierten Mal auf dem ersten Rang. In seinem ersten Kinoabenteuer als Verschwörungstheoretiker Robert Langdon, "The Da Vinci Code - Sakrileg" hatte Tom Hanks 2006 sogar siebenmal die Charts angeführt.
Eher düster war das zweite Wochenende für den vierten Teil der Terminator-Saga, "Terminator: Die Erlösung". Das 180 Millionen Dollar teure Action-Spektakel mit "Batman" Christian Bale hatte in der ersten Woche 600.000 Kinogänger angelockt, in Woche zwei reichte es nur noch für 245.000 und einen zweiten Platz knapp vor "Nachts im Museum 2" mit 240.000 Besuchern.
Einen Platz eingebüßt hat Disneys Vorzeige-Teenie Miley Cyrus, deren Kinder-Kino-Romanze "Hannah Montana - Der Film" findet sich allerdings mit 200.000 Besuchern zufriedenstellend auf Platz vier. Matthew McConaugheys "Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen " schloss mit 100.000 Zuschauern die Top fünf ab.
Den besten Neueinsteiger hat es mit gerade einmal 90.000 Besuchern auf Platz sechs verschlagen - für einen Genrefilm wie Sam Raimis satanischen Horrorstreifen "Drag Me to Hell" allerdings an den deutschen Kinokassen gar nicht schlecht.