Box Office: Chaotischer Elternabend - DER SPIEGEL
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Box Office Chaotischer Elternabend

Amerika hat weiterhin Lust auf Familienstress: Die Komödie "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" hält den ersten Platz der Filmcharts. Deutsche Zuschauer machten die Gentleman-Gauner von "Ocean's Twelve" erneut zur Nummer eins an den Kinokassen.
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Dass man mit zwei nervigen Familien und jeder Menge Pech und Pannen das Publikum erobern kann, das beweist die Komödie "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich". Bereits das dritte Wochenende dominiert die mit Robert De Niro, Ben Stiller, Barbra Streisand und Dustin Hofman besetzte Komödie die US-Kinocharts. Mit seinem Einspielergebnis von 28,5 Millionen Dollar am vergangenen Wochenende kommt der von Jay Roach ("50 erste Dates") inszenierte Filmspaß insgesamt bereits auf 204,3 Millionen. Kein Wunder, dass Nikki Rocco frohlockt: Der Verleihchef der Universal-Studios rechnet mit einem Kino-Gesamtumsatz von 250 Millonen Dollar - das wären über 90 Millionen Dollar mehr, als der Vorgängerfilm "Meine Braut, ihr Vater und ich" von 2001 einbrachte.

Universal vertreibt auch die Nummer zwei der Charts, den Neueinsteiger "White Noise". Trotz schlechter Kritiken spielte das Kinodebüt des britischen TV-Regisseurs Geofrey Sax 24 Millionen Dollar ein. Der Thriller präsentiert Michael Keaton als einen Architekten, der mit mit seiner toten Frau kommunizieren kann.

Auf Platz drei hält sich Martin Scorseses "The Aviator". Der epische Biografiefilm über den Filmmogul und Luftfahrtpionier Howard Hughes brachte es auf 7,6 Millionen Dollar und erwirtschaftete damit insgesamt bisher 42,9 Millionen. Von Platz zwei auf Platz vier rutschte Jim Carrey als kauziger Onkel, der unschuldige Waisen um ihr Erbe prellen will: "Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse" ist mit 105,5 Millionen bis dato eingespielten Dollar bereits der neunte Film mit Starkomiker Carrey, der auf über 100 Millionen kommt. Carrey gilt damit als einer der "most bankable", der finanzkräftigsten Stars der Traumfabrik.

"Fat Albert" belegt mit einem eher schlanken Einspielergebnis von sechs Millionen Dollar den fünften Platz der Charts. Insgesamt hat die Filmadaption von Billy Cosby's altgedienter TV-Cartoon-Serie bisher 41,3 Millonen erwirtschaftet. Die Top Ten runden ab: Steven Soderberghs Gauner-Komödie "Ocean's Twelve" (5,4 Millionen); die von Jerry Bruckheimer produzierte Action-Schnitzeljagd "Jäger des verlorenen Schatzes" (4,5 Millionen); die romantische Komödie "Spanglish" (4,4, Millionen), Joel Schumachers Versuch, "Andrew Lloyds Webber's The Phantom of the Opera" zu reanimieren (3,4 Millionen) und Wes Andersons skuriller Familien-Forscher-Film "The Life Aquatic" (2,7 Millionen).

Gauner, Schwamm- und Hitzköpfe

In Deutschland ergaunerten sich die Meisterdiebe von "Ocean's Twelve" erneut den ersten Platz der Charts; knapp 300.000 Besucher wollten die Krimikomödie sehen. Auf Platz zwei ebenfalls alte Bekannte: "Die Unglaublichen - The Incredibles", Pixars animierte Superhelden-Familie in Nöten, kam auf 250.000 Zuschauer und wird bald den Sprung über die Drei-Millionen-Besucher-Hürde schaffen.

Platz drei geht an den Kinderklamauk "Der SpongeBob-Schwammkopf-Film" (185.000 Zuschauer), Platz vier an den Hitzkopf "Alexander" (155.000 Besucher). Dazwischen platzierte sich das Action-Abenteuer "In 80 Tagen um die Welt" mit rund 170.000 Zuschauern. Auf Platz fünf nahm die Komödie "Bridget Jones - Am Rand des Wahnsinns" an ihrem sechsten Wochenende die Zwei-Millionen-Besucher-Hürde.

Für die Neustarts also kein Zugang zu den Topf Fünf: "After the Sunset", der leicht hausbackene Krimi mit Pierce Brosnan als Juwelendieb, kam mit 100.000 Zuschauern nur auf Platz sechs, das Martial-Arts-Spektakel "House of Flying Daggers" auf Platz acht mit ca. 85.000 Besuchern. Taylor Hackfords exzellente Filmbiografie "Ray" ergatterte lediglich Platz neun (65.000 Zuschauer) und Dani Levys Komödie "Alles auf Zucker!" (67 Startkopien) bildet das Schlusslicht der Top Ten mit rund 60.000 Kinogängern.