Box Office Comeback der Außerirdischen
New York/Hamburg - Sommerloch im US-Kino: Die beiden Favoriten der amerikanischen Kinobesucher, M. Night Shyamalans Außerirdischen-Thriller "Signs" und der Spionagefilm "XXX" mit Action-Star Vin Diesel, haben an der Spitze der US-Charts einfach ihre Plätze getauscht: "Signs", der den "Top-Spot" in den letzten zwei Wochen an "XXX" abtreten musste, ist jetzt wieder die Nummer Eins.
Der Mystery-Thriller, in dem sich Mel Gibson und Joaquin Phoenix gegen außerirdische Eindringlinge behaupten müssen, erreichte an den Kinokassen der USA und Kanadas Neueinnahmen von 14,4 Millionen Dollar (14,8 Millionen Euro) und dürfte in der kommenden Woche als dritter Film in diesem Jahr die 200-Millionen-Marke überschreiten. Das hatten zuvor nur "Star Wars: Episode II" und "Spider-Man" geschafft. "XXX" mit Vin Diesel als Superspion setzte nach der vorläufigen Auswertung vom Montag noch einmal 13,7 Millionen Dollar um und hat damit die 100-Millionen-Marke überschritten.
Die drei neuen Filme des Wochenendes schafften es nur auf die hinteren Plätze. Die Hollywood-Satire "Simone", in der Al Pacino einen Regisseur spielt, der die Starallüren seiner Hauptdarstellerin (Winona Ryder) satt hat und eine virtuelle Filmdiva ins Leben ruft, landete trotz guter Kritiken nur auf Platz neun. Die romantische Komödie "Serving Sara" mit Elizabeth Hurley und Matthew Perry kam trotz Kritikerverrisse immerhin auf Platz sechs. "Undisputed", ein Boxer-Drama mit Wesley Snipes und Ving Rhames, wurde zur Nummer acht.
Durch den Mangel an neuen Kassenhits gelang es allerdings dem Independent-Film "My Big Fat Greek Wedding", sich fünf Monate nach seiner Premiere mit Einnahmen von 7,6 Millionen Dollar auf Platz vier zu setzen. Die romantische Komödie des TV-Regisseurs Joel Zwick ist der Geheimtipp des amerikanischen Kinosommers und schaffte es per Mundpropaganda in 265 weitere Kinosäle, was den erneuten Umsatzschub erklärt.
Die in der vergangenen Woche gestartete Action-Komödie "Spy Kids II" konnte sich derweil um einen Platz verbessern und landete auf Rang drei. Mit dem fünften Platz musste sich der Surfer-Film "Blue Crush" zufrieden geben.
In Deutschland verhalfen eine flächendeckende Medienberichterstattung und der britische Schauspieler Hugh Grant dem Film "About a Boy" zu einem Blitzstart in. Als Hauptdarsteller in der am Wochenende angelaufenen Verfilmung eines Romans des britischen Schriftstellers Nick Hornby konnte Grant seinen amerikanischen Kollegen Adam Sandler und dessen Komödie "Mr. Deeds" auf Anhieb von der Spitze der Charts verdrängen und auf den zweiten Platz verweisen. Der Action-Thriller "Der Anschlag" mit Ben Affleck und Morgan Freeman, rutschte daher einen weiteren Platz ab und rangiert jetzt auf der dritten Position.
Der neu gestartete CIA-Thriller "Bad Company" des Action-Spezialisten Joel Schumacher konnte nur den vierten Rang der deutschen Kinocharts erobern. Auf dem fünften Platz und damit eine Position schlechter als in der Vorwoche landete der Spinnen-Horrorfilm "Arac Attack" von Elleroy Elkayem aus der Werkstatt des deutschen Hollywood-Erfolgsproduzenten Roland Emmerich.