Box Office: Comeback der Drachen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Box Office Comeback der Drachen

Wieder ein enges Rennen um die Spitze der US-Kinocharts: Knapp scheitert die Comicverfilmung "Kick-Ass" an dem 3D-Spektakel "Drachenzähmen leicht gemacht". In Deutschland herrscht Besucherflaute. Der "Kampf der Titanen" zieht noch die meisten Zuschauer an.
Zurück an der Spitze der US-Kinocharts: "Drachenzähmen leicht gemacht"
Zurück an der Spitze der US-Kinocharts: "Drachenzähmen leicht gemacht"

Zurück an der Spitze der US-Kinocharts: "Drachenzähmen leicht gemacht"

Foto: ddp images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg/Los Angeles - In seiner vierten Woche hat der 3D-Trickfilm "Drachenzähmen leicht gemacht" überraschend die Spitze der US-Kinocharts zurückerobert. Dem Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" zufolge spielte der Film aus den DreamWorks-Animationsstudios 20 Millionen Dollar ein und konnte somit von Platz drei wieder nach ganz vorn klettern. Ursprünglich wurde der Start von "Drachenzähmen leicht gemacht" als enttäuschend bewertet, doch scheint sich die Geschichte um einen kleinen Wikinger als dauerhaft beliebt zu erweisen.

Allerdings half auch, dass für "Drachenzähmen" die höheren Preise für 3D-Tickets gezahlt werden mussten, während der zweitplazierte Film "Kick-Ass" nur die traditionellen zwei Dimensionen aufweisen konnte. Trotzdem werten professionelle Beobachter das Einspielergebnis von 19,8 Millionen Dollar für "Kick-Ass" als Enttäuschung. Matthew Vaughns Verfilmung eines Comics über einen Jungen, der trotz mangelnder Superkräfte ein Superheld werden will, bekam vorab gute Kritiken und startete in 3065 Kinos.

Von zwei auf drei abgerutscht ist die Komödie "Date Night" mit Tina Fey und Steve Carell, die 17,3 Millionen Dollar an ihrem zweiten Kinowochenende einspielte. Der Spitzenreiter der Vorwoche "Kampf der Titanen" stürzte auf Platz fünf ab und spielte nur noch 15,8 Millionen Dollar ein. Dazwischen schob sich ein weiterer Neustart auf Rang vier: "Death At A Funeral", das Remake der erst drei Jahre alten britischen Komödie "Sterben für Anfänger", lief in 2459 Kinos und spielte 17 Millionen Dollar ein.

"Titanen" die besten in einem schwachen Feld

In den deutschen Kinos war nicht viel los: Es war das schwächste Wochenende seit dem Sommer 2009, wie "Blickpunkt:Film" berichtet; nur zwei Filme konnten sechsstellige Besucherzahlen vermelden. Die Gesamtzuschauerzahl ging gegenüber dem Vorwochenende um fünfzig Prozent zurück.

Der erfolgreichste Film war erneut "Kampf der Titanen", den 220.000 Zuschauer sehen wollten. Damit behauptete sich der 3D-Fantasyfilm deutlich vor dem erfolgreichsten Neustart, "Date Night - Gangster für eine Nacht". Die in 550 Kinos gezeigte Komödie kam auf 120.000 Zuschauer.

Mit 75.000 Kinobesuchern erreichte "Der Kautions-Cop" Platz drei der Rangliste und blieb damit vor der US-Nummer eins "Drachenzähmen leicht gemacht" (70.000 Zuschauer) und "Alice im Wunderland" (50.000 Zuschauer). Auf dem sechsten Platz findet sich mit der Komödie "Cop Out - Geladen und entsichert" ein weiterer Neustart: 45.000 Besucher (in 160 Kinos) wollten Bruce Willis sehen. Trotz des Starts in 191 Kinos fand die Neuverfilmung von Oscar Wildes "Das Bildnis des Dorian Gray" nur 40.000 Interessenten und kommt damit auf Platz sieben.

feb/dpa