Box Office Cops, Kindsköpfe, Traumdiebe
Szene aus "The Other Guys" mit Ferrell (l.), Wahlberg (r.): Vom Schreibtisch in die Charts
Foto: AP/ Columbia Pictures-SonyHamburg/Los Angeles - Nach dem fürchterlichen Flop seines letzten Films hatte US-Comedy-Star Will Ferrell einen Erfolg dringend nötig. Die Dinokomödie "Die fast vergessene Welt" spielte vor einem Jahr nicht einmal annähernd ihr Produktionsbudget wieder ein, sein neuester Streich hingegen ist schon nach Woche eins auf einem guten Weg.
In "The Other Guys" (deutscher Titel: "Die etwas anderen Cops") spielt Ferrell einen Polizisten, der zum Schreibtischdienst degradiert wurde. Dann jedoch wird er, gemeinsam mit einem anderen inaktiven Cop (Mark Wahlberg), in den Kriminalfall des Jahrzehnts verwickelt. Das US-Publikum quittierte das laut "Blickpunkt:Film" mit starken 36,5 Millionen Dollar Umsatz in 3651 Kinos. Es war der bislang zweitbeste Start für eine Ferrell-Komödie.
Die Cops kickten sogar den Überraschungshit "Inception" vom ersten Platz. Christopher Nolans ("The Dark Knight") Thriller mit einem Träume stehlenden spielte 18,6 Millionen Dollar ein und kommt damit nach knapp einem Monat auf ein Gesamteinspiel von 227,7 Millionen Dollar.
Auf dem dritten Platz: "Step Up 3D". Da ließ man das Pärchen im neuesten Teil des Tanzfilm-Franchise extra dreidimensional tanzen - ergo: teurere Tickets -, und es rentierte sich nicht einmal. Mit einem Startergebnis von 15,5 Millionen Dollar in 2435 Kinos lag der Film hinter seinen Vorgängern, die jeweils auch in 2D ein paar Millionen mehr eingespielt hatten.
Außerdem unter den besten Fünf: Angelina Jolie im Agententhriller "Salt" holte 11,1 Millionen Dollar, die Komödie "Dinner for Schmucks" (deutscher Titel: "Dinner für Spinner") rutschte um mehr als die Hälfte auf 10,5 Millionen Dollar ab.
Bruchlandung für Katherine Heigl
Auch in den deutschen Kinocharts hat eine Komödie "Inception" vom Spitzenplatz verdrängt: "Kindsköpfe", wie "The Other Guys" aus dem Hause Sony, mit dem Erfolgsgaranten Adam Sandler in der Hauptrolle. Das Rennen war jedoch knapp: Die Komödie lockte rund 540.000 Zuschauer, gefolgt von "Inception" mit weiterhin sehr starken 500.000 Besuchern.
"Toy Story 3" konnte nach der enttäuschenden Premiere in der Vorwoche keine großen Sprünge mehr machen. Mit 240.000 verkauften Karten reichte es nur noch für Rang drei.
"Inception": Lug und Trug im Lummerland
Ein Neustart schaffte es auf Platz sechs: "Kiss & Kill" mit Ashton Kutcher und Katherine Heigl. Die romantische Komödie, die zum US-Start wenig schmeichelhafte Kritiken wie "so lustig wie ein Kopfschuss" ("E!Online") einfuhr, konnte auch in Deutschland nicht überzeugen. Es kamen gerade mal 120.000 Kinogänger. Zum Vergleich: Katherine Heigls voriger Film, "Die nackte Wahrheit", startete vor knapp einem Jahr mit der vierfachen Zuschauerzahl!