Box Office: Cowboys und Schlümpfe - DER SPIEGEL
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Box Office Cowboys und Schlümpfe

Einfach zwei beliebte Genres zusammenwerfen und einen Blockbuster ernten? Da könnten sich die Macher von "Cowboys & Aliens" vertan haben. Die Schlümpfe wiederum ziehen in den USA leidlich Besucher an. In deutschen Kinos startete "Cars 2" besser als das Original.
Daniel Craig und Olivia Wilde in "Cowboys & Aliens": Abschreckender Effekt?
Daniel Craig und Olivia Wilde in "Cowboys & Aliens": Abschreckender Effekt?

Daniel Craig und Olivia Wilde in "Cowboys & Aliens": Abschreckender Effekt?

Foto: Universal Studios
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Hamburg/Los Angeles - Offensichtlich begegnen Westernfans der Vermischung ihres Lieblingsgenres mit anderen Sparten eher skeptisch. Weder die Steampunk-Western-Komödie "Wild Wild West", noch der Western-Action-Mix "Jonah Hex" oder die Asia-Western-Saga "The Warrior's Way" kamen beim Publikum sonderlich gut an. Wird " Cowboys & Aliens" hier eine Ausnahme machen? Das Einspielergebnis am US-Startwochenende scheint diese Annahme zu stützen: Mit geschätzten 36,2 Millionen Dollar ging die Alien-Western-Mixtur als Sieger hervor, knapp gefolgt von "The Smurfs", dem Hollywood-Großversuch, die blauen Siebziger-Jahre-Figürchen für die Leinwand zu recyclen und zum Kino-Kassenschlager zu machen.

Doch der erste Platz übertünche nur oberflächlich, dass die Bilanz am Startwochenende enttäuschend sei - jedenfalls "für einen Film, der verzweifelt versucht, ein Blockbuster zu sein", wie der Branchendienst Box Office Mojo  analysiert. Das Einspielergebnis sei vergleichbar mit dem der Science-Fiction-Filme " Battle: Los Angeles" oder " District 9", - keiner dieser Titel hatte es bis zum Blockbuster gebracht.

Womöglich habe schon der Filmtitel "Cowboys & Aliens" einen abschreckenden Effekt, so mutmaßt die US-Website: Er verrate zu viel vom Plot und wirke so, als hätte das Filmstudio einfach zwei Genres willkürlich zusammengeworfen - in verzweifelter Suche nach dem nächsten großen Ding.

Schlümpfe dürfen sich freuen

Die Schlümpfe dagegen dürfen sich darüber freuen, dass das erste Wochenende "The Smurfs" in der Reihe der erfolgreichsten Starts von Filmen mit sprechenden Wesen den zehnten Platz einbringt. Andererseits: Die Haustierfilme "Beverly Hills Chihuahua" oder "Scooby Doo" Teil 1 und 2, die "Smurfs"-Regisseur Raja Gosnell ebenfalls zu verantworten hatte, liefen seinerzeit etwas besser an.

Respektable 19,3 Millionen Dollar brachte die romantische Komödie "Crazy, Stupid, Love" am Startwochenende ein. Der beziehungstrubelige Film mit Julianne Moore, Emma Stone, Steve Carell und Ryan Gosling lief in den USA in 3.020 Kinos an.

Die drei großen Neustarts sorgten auch dafür, dass sich das Publikum ordentlich nach Geschlecht und Familienstatus auf die Kinosäle verteilte: Während das Publikum von "Cowboys & Aliens" zu 63 Prozent älter als 30 und überwiegend männlich war, wurde "Crazy, Stupid, Love" zu 64 Prozent von Frauen besucht und "The Smurfs" zu 65 Prozent von Eltern mit ihren Kindern.

"Cars 2" und "Harry Potter" Kopf an Kopf

In Deutschland entschieden laut "Blickpunkt Film" am vergangenen Wochenende nicht einmal 1000 Kinobesucher über den Spitzenreiter der Kinocharts. Knapp die Nase vorn hatte " Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2", der wie " Cars 2" rund 600.000 Besucher in die Kinos lockte. Das Sequel des Pixar-Animationsfilms startete damit in Deutschland deutlich besser als das Original, das am Startwochenende im September 2006 rund 430.000 Besucher zu verzeichnen hatte.

Platz drei ging an "Der Zoowärter", der auf rund 190.000 Besucher kam, gefolgt von " Green Lantern" und " Brautalarm", die jeweils 140.000 Besucher verbuchen konnten. Nach Umsatz belegte "Green Lantern" Platz drei der deutschen Kinocharts.

Auch für belgisch-französische Grenzstreitigkeiten interessierten sich immerhin so viele Zuschauer, dass die Komödie "Nichts zu verzollen" mit rund 110.000 Besuchern noch sechsstellige Zahlen schreiben konnte. Insgesamt wurden in den deutschen Kinos am vergangenen Wochenende mehr als 2,1 Mio. Tickets gelöst.

twi