Box Office: Der Latexmann gibt Gummi - DER SPIEGEL
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Box Office Der Latexmann gibt Gummi

Noch ist der Globus nicht hinüber: "Krieg der Welten" startet erst diese Woche, nach wie vor ist in den USA "Batman Begins" die Nummer eins der Kinocharts. Auch in Deutschland verteidigt der Latex-Flattermann den ersten Platz.
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Die Welt wird untergehen, diese Woche, die Aliens sind schon da. Wer die Trailer zum übermorgen weltweit startenden Science-Fiction-Drama "Krieg der Welten" gesehen hat, weiß, was auf uns zukommt: Zeter und Mordio. Bis extraterrestrische Killer dem Homo Sapiens das Licht ausblasen, wird die Spezies Mensch weiterhin beschützt - auf der Leinwand von "Batman", dem aufopferungsbereitesten Nachtschwärmer, seit Menschen sich in schwarzes Latex zwängen. 26,8 Millionen Dollar spielte das Comic-Drama am Wochenende ein (Gesamteinspielergebnis bis jetzt: 121,7 Millionen Dollar).

Auf Platz zwei debütiert Nicole Kidman in der Rolle einer zauberhaften Darstellerin, die über magische Kräfte verfügt und ausgerechnet für den Part einer Hexe gecastet werden soll. "Bewitched"  spielte am Startwochenende 20,2 Millionen Dollar ein. Auf Platz drei prügeln sich Angelina Jolie und Brad Pitt als "Mr. Und Mrs. Smith", ein Auftragskiller-Ehepaar, das um Leben und Liebe kämpft (16,8 Millionen). Auf vier drückt Lindsay Lohan ("Freaky Friday") aufs Gas: Der neu gestartete "Herbie Filly Loaded" präsentiert den Jungstar am Steuer eines höchst abgefahrenen Käfers (17,8 Millionen). Auf Platz fünf schließlich ein unsterblicher Klassiker des Horrokinos: Der Zombie, diesmal als Weltherrscher, der einer kleinen Gruppe gewaltbereiter Nicht-Toter ans Leben will. "Land of the Dead", gedreht vom Zombiefilm-Altmeister George A. Romero, erbeutete 26,7 Millionen Dollar.

In Deutschland rollt bislang lediglich Kritikerdonner durch die Feuilletons: Steven Spielbergs Filmapokalypse "Krieg der Welten" erboste hierzulande die Rezensentenzunft: Während der Berliner Premiere am 14. Juni wurden die Zuschauer gefilzt und anschließend mit verborgenen Kameras gefilmt, hinzu kam ein sogenanntes Embargo: Die Presse darf vor dem 29. Juni, dem weltweiten Start, keine Kritik veröffentlichen.

Im Windschatten des Entrüstungssturms, der durch die Medien brauste, segelt der schwarze Comic-Flattermann weiterhin an erster Stelle. "Batman Begins" kam am Wochenende auf rund 135.000 Besucher. Auf zwei kosmischer Klamauk mit "Per Anhalter durch die Galaxis" (knapp 90.000 Zuschauer), der dritte Platz geht an "Epsisode III - Die Rache der Sith" (80.000 Zuschauer). Die Top Fünf beschließt die filmgewordene Schnitzeljagd "Sahara", die Penelope Cruz und Matthew McConaughey bei der transkontinentalen Schatzsuche begleitet.

Der erste Neustart dann auf Platz sechs: "So was wie Liebe"  zeigt MTV-Star Ashton Kutcher ("Punk'd") und Amanda Peet ("Spurwechsel") in einer romantischen Komödie à la "Harry und Sally" (40.000 Zuschauer). Woody Allens Doppelfarce um die Stadtneurotikerinnen "Melinda und Melinda  kam nur auf 15.000 Zuschauer (Platz acht). "The Statement", der anspruchsvolle Politthriller mit Michael Caine, wurde nur von 5000 Zuschauern gesehen.

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