Box Office Die Summe aller Ängste
New York - Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers "The Sum Of All Fears" von Tom Clancy brachte nach Studioangaben vom Sonntag an ihrem Startwochenende 31,2 Millionen Dollar in die nordamerikanischen Kino-Kassen (33,6 Millionen Euro). Das waren rund 10 Millionen Dollar mehr, als der "Angriff der Klonkrieger" drei Wochen nach seiner Premiere in den USA und Kanada noch einnehmen konnte.
Knapp neun Monate nach den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon wird in "The Sum Of All Fears" gezeigt, wie ein großer Teil der Stadt Baltimore (bei Washington D.C.) durch eine ins Land eingeschmuggelte Atombombe vernichtet wird. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, diesen bereits vor dem 11. September fertig gestellten Film nach dem realen Grauen der Terrorangriffe auf New York und Washington in die Kinos zu bringen, hieß es bei der Verleihfirma Paramount. Das große Zuschauerinteresse zeige jedoch, dass sich das amerikanische Publikum vor solchen Schreckensszenarien im Kino nicht fürchte.
In dem Film (Regie: Phil Alden Robinson) spielt Ben Affleck den CIA-Agenten Jack Ryan, der dem ebenso ausgefuchsten wie väterlich-freundlichen Geheimdienstchef (Morgan Freeman) zur Seite steht. Als Kenner der russischen Führungsspitze kann Affleck nachweisen, dass die Nuklearexplosion keineswegs ein Angriff Moskaus war. Dennoch scheint der finstere Plan eines österreichischen Neonazi-Führers, Russland und die USA in die gegenseitige atomare Vernichtung zu treiben, aufzugehen - bis Ryan alles auf eine Karte setzt, im letzten Moment das rote Telefon an sich reißt und direkt mit dem russischen Präsidenten spricht. In deutschen Kinos läuft "The Sum Of All Fears" am 8. August an.
Der Fantasy-Actionfilm "Spider-Man" konnte am Wochenende auf dem dritten Platz der nordamerikanischen Charts weitere 14,5 Millionen Dollar einsammeln und damit seine Position als erfolgreichster Film des Jahres weiter ausbauen. Insgesamt spielte "Spider-Man" allein in Nordamerika bisher 354 Millionen Dollar ein. Der Film dürfte damit in wenigen Tagen Steven Spielbergs "Jurassic Park" vom 5. Platz der Liste der finanziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten verdrängen.
In Deutschland steht die neue "Star Wars"-Episode unterdessen unverändert an der Spitze der Kinocharts. An die zweite Stelle rückte auf Anhieb der neu gestartete Streifen "40 Tage und 40 Nächte", eine Komödie um Sex und Enthaltsamkeit von Michael Lehmann mit Josh Hartnett in der Hauptrolle. Der Actionthriller "Blade 2" mit Wesley Snipes als Vampirjäger fiel um einen Platz auf die dritte Stelle zurück.
Eine Position büßte auch David Finchers "Panic Room" mit Jodie Foster ein und liegt jetzt auf Platz vier, gefolgt von der ebenfalls um eine Stelle zurück gefallene Trickfilm-Komödie "Ice Age".