Box Office: Dominante Dolmetscherin - DER SPIEGEL
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Box Office Dominante Dolmetscherin

Ein schöner Erfolg für den Hollywood-Altmeister Sydney Pollack: Sein neuer Polit-Thriller "Die Dolmetscherin" schaffte am Wochenende in den USA und in Deutschland den Sprung an die Spitze der Kinocharts.
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Los Angeles/Hamburg - In Sydney Pollacks ist ""Die Dolmetscherin" spielt Nicole Kidman eine Uno-Übersetzerin, die in einen Verschwörungs-Plot gegen einen afrikanischen Politiker verwickelt wird. Sean Penn ist als FBI-Agent zu sehen. Der Thriller des Regie-Altmeisters ("Die drei Tage des Condor") konnte sich kurz nach seinem Start am Freitag vergangener Woche auf Rang eins der nordamerikanischen Box-Office-Charts platzieren, dafür reichten bei anhaltender Besucherschwäche im US-Kino allerdings 22,8 Millionen Dollar Umsatz aus. Laut Nachrichtenagentur AP waren es vor allem ältere Zuschauer, die sich für den Polit-Krimi entschieden: 60 Prozent waren mindestens 35 Jahre alt - eine Seltenheit in den USA, wo Jugendliche und Twens die Hauptzielgruppe der Kinobesitzer bilden.

Die jüngeren Zuschauer verteilten sich am vergangenen Wochenende auf zwei andere Filme: "Amityville Horror" , der Spitzenreiter der Vorwoche, musste sich allerdings bei 14,2 Millionen Dollar Umsatz mit Rang zwei begnügen. "A Lot Like Love" , der zweite Neustart des Wochenendes, eine romantische Komödie mit Teenie-Idol Ashton Kutcher und Amanda Peet, landete mit enttäuschenden 7,7 Millionen Dollar Umsatz nur auf Rang vier.

Platz drei ging an das Action-Abenteuer "Sahara"  mit neun Millionen Dollar Umsatz in der dritten Woche, Rang fünf belegt das Martial-Arts-Spektakel "Kung Fu Hustle"  mit Stephen Chow, das 7,3 Millionen Dollar umsetzte, allerdings immer noch in limitierter Kopienzahl gezeigt wird. Ein weiterer Neustart, die Kidnapping-Komödie "King's Ransom" mit Anthony Anderson, schaffte es mit 2,4 Millionen Dollar Umsatz nicht unter die Top fünf. Aus Angst vor schlechten Kritiken wurde der Film vorab noch nicht einmal der Presse vorgeführt. Insgesamt scheint das Publikum in den USA derzeit nicht viel von Hollywoods Massenware zu halten. Vielleicht ist es aber auch nur der Mangel an echten Blockbustern - oder die Ruhe vor dem Sturm: Erst am 19. Mai läuft mit "Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith" ein echter Zuschauer-Magnet an.

Auch in Deutschland klagen Kinobetreiber über leere Säle: Am bisher schwächsten Wochenende des Jahres (knapp eine Million Besucher bundesweit) setzte sich auch hierzulande der mit 391 Kopien gestartete Thriller "Die Dolmetscherin" auf Platz eins der deutschen Charts. Nicole Kidman und Sean Penn lockten etwa 210.000 Zuschauer ins Kino. Damit gelang es zum dritten Mal in Folge keinem Film, mehr als 300.000 Besucher zu versammeln. Laut "Blickpunkt: Film" folgt auf Rang zwei die Kindergarten-Komödie "Der Babynator", die sich mit etwa 190.000 Zuschauern in der zweiten Woche recht passabel halten konnte. Platz drei gab es für Til Schweigers Romanze "Barfuss", die auch am vierten Wochenende sechsstellige Besucherzahlen (etwa 110.000) verzeichnen konnte und nun insgesamt bei knapp 850.000 Zuschauern liegt. Erst auf Platz vier findet sich mit "The Amityville Horror" (338 Startkopien) ein weiterer Neustart. Der US-Gruselfilm wurde nur von etwa 85.000 Besuchern gesehen. Der Thriller "Hide and Seek", für den ungefähr 45.000 Tickets gelöst wurden, beschließt die Top Fünf.

Neu in den Top Ten sind außerdem die Neustarts "Kebab Connection" (120 Startkopien) auf Platz neun mit etwa 30.000 Zuschauern und der deutsche Thriller "Die Bluthochzeit" (251 Startkopien) mit rund 27.000 Besuchern. Auf Platz zwölf landete "Der Kaufmann von Venedig" (93 Startkopien) mit etwa 23.000 Kinogängern, auf den Plätzen 18 und 19 folgen "Lieber Frankie" (97 Startkopien) mit 12.000 Besuchern und das Drogen-Drama "Maria voll der Gnade" (40 Startkopien) mit 9000 Zuschauern.

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