Box Office: Ehestress und Elternzwist - DER SPIEGEL
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Box Office Ehestress und Elternzwist

Auch wenn Will Smith als "Hitch - Der Date Doctor" flirtet, bis der Arzt kommt: Die Independent-Komödie "Diary of a Mad Black Woman" verdrängte ihn vom Spitzenplatz der US-Charts. In Deutschland genießt man Pleiten und Pannen beim Familientreffen: "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" sind weiterhin die Nummer eins.
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Es war nur ein kurzer Flirt mit der Spitze: "Hitch - Der Date Doctor" hielt sich zwei Wochen auf Platz eins der US-Kinocharts und wurde jetzt von der Low-Budget-Produktion "Diary of a Black Woman" abgelöst. Ein Überraschungserfolg: Die afroamerikanische Rachekomödie um eine verlassene Ehefrau spielte stolze 22,7 Millionen Dollar ein.

Will Smith kam als Rendez-vous-Ratgeber "Hitch" auf 21 Millionen Dollar, insgesamt erwirtschaftete der Blockbuster bereits 122 Millionen. Anders als Kollege Smith schlägt sich sich "Matrix"-Star Keanu Reeves in "Constantine" nicht mit tolpatschigen Singles, sondern mit Teufeln und Dämonen herum. Platz drei für den so stylischen wie blutleeren Horrorthriller aus dem Hause Warner.

Übersinnliches auch auf Platz vier: Wes Cravens "Cursed" präsentiert Christina Ricci und Jesse Eisenberg als Zwillinge, die Superkräfte entwickeln, nachdem sie von einem Werwolf gebissen wurden. 9,8 Millionen Dollar konnte der Film von Horror-Veteran Wes Craven ("Nightmare on Elm Street", "Scream") am Startwochenende verbuchen. Auf Platz fünf ergaunerte die neu gestartete Cop-Komödie "Man of the House" 9 Millionen Dollar.

Der mehrfache Oscar-Gewinner "Million Dollar Baby" schaffte es mit 7,2 Millionen Dollar Einspielergebnis auf Platz sechs; die Oscar-nominierten "Aviator" und "Sideways" brachten es auf 3,9 beziehunsgweise 3,5 Millionen Dollar.

Deutschland verschaffte sich bei Minusgraden ein Stimmungshoch: Die Komödie "Meine "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" mit Robert De Niro, Dustin Hofman und Ben Stiller verteidigte mit knapp 600.000 Besuchern den Spitzenplatz der deutschen Kinocharts. Auf Platz zwei fristet Dämonenjäger "Constantine" sein freudloses Schattendasein. Auf Platz vier startete der Berlinale-Erfolg "Sophie Scholl - Die letzten Tage". 110.000 Kinogänger wollten Julia Jentsch als tapfere Widerstandskämpferin sehen.

Die Top Fünf beschließt kindliche Heiterkeit: "Felix - Ein Hase auf Weltreise" lockte 105.000 Besucher in die Kinos. Als zweitbester Newcomer folgt "White Noise" mit 241 Startkopien auf Platz sechs. Anders als in den USA, wo der Film sensationell startete, wollten den Mystery-Thriller mit Michael Keaton hierzulande nur knapp 70.000 Zuschauer sehen. Auf Platz 17 ein weiterer Neustart: Uwe Bolls "Alone in the Dark", die Filmadaption eines Grusel-Videospiels, kam bei 80 Startkopien auf etwa 15.000 Besucher.

Bei frostigem Kinowetter erwärmten sich rund 1,9 Millionen Zuschauer für bewegte Bilder.