Box Office: Ein Ring, sie alle zu knechten... - DER SPIEGEL
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Box Office Ein Ring, sie alle zu knechten...

Die Fantasy-Verfilmung "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" dominiert seit nunmehr drei Wochen die Kinocharts. Schon jetzt setzte die Fortsetzung der Tolkien-Trilogie mehr Geld um als ihr Vorgänger "Die Gefährten". Gegen so viel geballte Fantasy-Macht haben selbst Publikums-Lieblinge wie Tom Hanks und Leonardo DiCaprio schlechte Karten.
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New York/Hamburg - An den amerikanischen Kinokassen lässt der große Ansturm auf die Fortsetzung der Fantasy-Reihe "Der Herr der Ringe" langsam nach. Äußerst langsam. Trotz eines Umsatzverlustes von rund 50 Prozent gegenüber der Vorwoche konnte sich "Der Herr der Ringe: Die zwei Türme" am Wochenende zum dritten Mal in Folge an der Spitze der Kino-Charts in den USA und Kanada behaupten. Nach ersten Berechnungen vom Sonntag spielte das Fantasy-Epos weitere 25,65 Millionen Dollar ein (etwa die gleiche Summe in Euro). Damit wurden allein in Nordamerika mit dem Film in nur 19 Tagen 261,7 Millionen Dollar umgesetzt. Der erste Teil der Tolkien-Trilogie, "Die Gefährten", hatte im Jahr zuvor zur selben Zeit "nur" 205,5 Millionen Dollar eingespielt.

Unter den Top Ten der US-Kinocharts gab es ansonsten kaum Bewegung. Auf Platz zwei hielt sich Steven Spielbergs Gangster-Drama "Catch Me If You Can". Für den Film mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle eines 17 Jahre alten Hochstaplers, der von einem FBI-Agent (Tom Hanks) gejagt wird, wurden am Wochenende Karten im Wert von 21,3 Millionen Dollar verkauft. Nach nur zwölf Tagen Laufzeit beträgt das Gesamtergebnis bereits 97,6 Millionen Dollar.

Die Komödie "Two Weeks Notice" mit Sandra Bullock und Hugh Grant blieb in ihrer dritten Woche auf Rang drei, gefolgt von der Aschenputtel-Geschichte "Maid in Manhattan" mit Jennifer Lopez und Ralph Fiennes. Martin Scorseses Historien-Epos "Gangs of New York" mit Leonardo DiCaprio und Cameron Diaz verlor das Rennen gegen Jack Nicholsons skurrile Komödie "About Schmidt", die mit Einnahmen von 8,75 Millionen Dollar auf Platz fünf landete. Obwohl "Gangs of New York" in weitaus mehr Kinosälen zu sehen war, spielte Scorseses Action-Drama nur 7,4 Millionen Dollar ein.

Die von US-Kritikern gepriesene Verfilmung des Musicals "Chicago" startete am Wochenende testweise in nur 304 Kinos, schaffte es aber dennoch schon auf Platz neun der Charts. Auch andere Streifen mit Oscar-Ambitionen wie das Drama "The Hours" mit Nicole Kidman, Julianne Moore und Meryl Streep blieben vorerst noch im Hintergrund und wurden in weniger als einem Dutzend Kinos in den USA und Kanada vorgestellt.

Auch in Deutschland bleibt "Der "Herr der Ringe" auf seiner Erfolgsspur: Ebenfalls in der dritten Woche in Folge führt der zweite Teil der Tolkien-Trilogie die deutschen Kinocharts an. Der Neustart des Rapper-Dramas "8 Mile" mit dem HipHop-Star Eminem brachte allerdings Bewegung auf den anderen Plätzen. Die Geschichte über einen weißen Jungen, der mit Rap-Musik den Sprung aus dem Schwarzen-Getto von Detroit schaffen will, platzierte sich auf Rang zwei.

Die Großstadt-Romanze "Sweet Home Alabama - Liebe auf Umwegen" konnte Platz drei behaupten, während "James Bond - Stirb an einem anderen Tag" vom zweiten auf den vierten Platz abfiel. Abwärts ging es auch für einen britischen Zauberlehrling: "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" belegt nur noch Position fünf.

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