Box Office: Eiszeit statt Eispickel - DER SPIEGEL
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Box Office Eiszeit statt Eispickel

Der Animationsfilm "Ice Age 2" hat in den USA einen Umsatzrekord gebrochen. Nach einem schwach besuchten Wochenende in Deutschland könnte sich das Warten auf die zweite Eiszeit hierzulande also lohnen. Wenig Interesse gab es für den zweiten Teil von "Basic Instinct".
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Los Angeles/Hamburg - 70,5 Millionen hat "Ice Age: The Meltdown"  am Wochenende in den USA eingespielt - ein Traumergebnis für die von der Krise gebeutelte Filmbranche. Dabei hat der Animationsfilm, in dem das schmelzende Eis die Truppe um Mammut, Faultier und Säbelzahntiger in Not bringt, den Anfangserfolg seines Originals von 2002 noch bei weitem überflügelt: "Nur" 46 Millionen Dollar spielte der Zeichentrickfilm "Ice Age" vor vier Jahren an seinem ersten Wochenende ein - und stellte damit trotzdem einen Rekord auf, den erst "Ice Age 2" brechen konnte: der erfolgreichste Filmstart im März. Sollten sich die Zahlen vom Wochenende bestätigen, hat "Ice Age 2" den zweiterfolgreichsten Start aller Animationsfilme überhaupt hingelegt - nur "Shrek 2" liegt noch weiter vorne.

In Deutschland, wo "Ice Age 2" erst am kommenden Donnerstag startet, war das Wochenende nicht so spektakulär: Nur 1,4 Millionen Menschen gingen ins Kino - so das Kinoportal "Blickpunkt: Film". Und die meisten wollten denselben Film sehen wie schon die Zuschauer in der letzten Woche: 180.000 Zuschauer gingen ins Kino, um Spikes Lees Bankraub-Thriller "Inside Man" zu sehen. Auch in den USA war "Inside Man" wieder erfolgreich und kam in der Zuschauergunst auf Platz zwei: In den zehn Tagen in denen der Film in den USA bereits läuft, hat er knapp 53 Millionen Dollar eingespielt. Den dritten Platz in den amerikanischen Kinos belegte "ATL" - ein Film über Jugendliche in Atlanta mit dem Rapper Tip Harris.

In Deutschland kam der Kinderfilm "Räuber Hotzenplotz"  mit 125.000 Zuschauern auf Platz zwei. Jeweils rund 110.000 Kinogänger kauften Karten für das Remake des Horror-Klassikers "The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen"  und die Komödie "Zum Ausziehen verführt" . Knapp dahinter liegen Ang Lees Western "Brokeback Mountain" und der Stasi-Film "Das Leben der Anderen" - damit haben sich die Zahlen für den deutschen Film mit Ulrich Mühe und Martina Gedeck auf dem Niveau der letzten Woche gehalten.

Während "Ice Age 2" in den USA Rekorde gebrochen hat, konnten sich für einen anderen Fortsetzungsfilm weniger Filmfans erwärmen: Sharon Stones Rückkehr in "Basic Instinct 2"kommt laut "Blickpunkt: Film" in Deutschland auf 100.000 bis 110.000 Zuschauer. Der Erfolg des Originals wird sich wohl nicht wiederholen: "Basic Instinct" wurde in Deutschland zum erfolgreichsten Film des Jahres 1992. In den USA startete die Fortsetzung des Erotikthrillers jetzt in weniger als 1500 Kinos und spielte nur einen Bruchteil von Ice Age 2 ein (3,2 Millionen Dollar). US-Verleiher Sony hofft auf ein Geschäft nach dem Kino: "Der Film ist sehr sexy und wird vermutlich sehr stark in der Home-Video-Welt punkten", sagte Rory Bruer, Sony-Vertriebs-Chef.

anr/AP

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