Box Office: Flugs an die Spitze - DER SPIEGEL
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Box Office Flugs an die Spitze

Man trägt wieder Cape. Vor allem im Kino: Superman kehrte zurück und sauste gleich an die Spitze des US-Kinocharts. Das Kryponit des deutschen Box Office ist weiterhin die WM: Die Besucherzahlen sanken noch einmal deutlich.
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Er sauste zwar gleich an die Spitze der US-Kinocharts und dominierte das Independence-Day-Wochenende: "Superman Returns" spielte von Freitag bis Sonntag jedoch nur relativ bescheidene 52,1 Millionen Dollar ein. Sein Comic-Kollege Spiderman schnitt bei seinem Independence-Day-Wochenend-Start deutlich besser ab: Der zweite Teil der Spinnenmann-Saga kam 2004 auf 88,2 Millionen Dollar.

Das Cape - allerdings als modischer Akzent, weniger als Flughilfe - spielt womöglich auch bei der Nummer zwei der US-Box-Office-Charts eine Rolle: "The Devil Wears Prada" , David Frankels Satire auf den Fashion-Betrieb nach Lauren Weisbergers gleichnamigem Buch-Hit, brachte 27 Millionen Dollar ein. Meryl Streep, nie wirklich aus der Mode gekommen, kann sich freuen: Der Film bescherte ihr den besten Box-Office-Start ihrer Karriere.

Die Adam-Sandler-Komödie "Click"  um eine magische Fernbedienung konnte respektable 19,4 Millionen Dollar verbuchen; die Pixar-Komödie "Cars"  blieb am vierten Wochenende mit 14 Millionen Dollar im Rennen und kann bislang 182,1 Millionen Dollar verbuchen. Schlusslicht der Top Fünf: "Nacho Libre" , die von Nachwuchsregisseur Jared Hess inszenierte Spaß um einen mexikanischen Wrestler, der mit Muskelkraft ausgerechnet ein Kloster vor dem finanziellen Aus retten will.

In Deutschland manövriert die WM das Kino weiterhin ins Abseits. Nur rund 350.000 Tickets wurden am Wochenende verkauft, wie der Branchendienst "Blickpunkt: Film" meldete. Das sind 40.000 weniger als in der Vorwoche.

Auf Platz eins: Die filmgewordene Schlaftablette "The Da Vinci Code". Nur 50.000 Besucher reichten aus, der Adaption des Roman-Bestsellers "Sakrileg" den Box-Office-Spitzenplatz zu sichern. Auf Platz zwei die neu gestarteten "Chaoscamper" mit Star-Komiker Robin Williams als Familienvater in Freizeitnöten (33.000 Besucher).

Es folgen das Remake des Horrorfilm-Klassikers "Das Omen" (knapp 25.000 Zuschauer) und die Sci-Fi-Mutantenmär "X-Men - Der letzte Widerstand" (20.000 Kinogänger). Die Top Five beschließt der Telefonterror-Thriller "Unbekannter Anrufer", ein Remake des berüchtigten B-Movies "Das Grauen kommt um zehn" von 1979 (15.000 Besucher).

Neu gestartet: "Mein verschärftes Wochenende", ein Teenie-Klamauk im "American Pie"-Stil mit den Genre-üblichen Gags über Sex, Blähungen und Masturbation (Platz 6, 15.000 Besucher). Und das exzellente Drama "Hard Candy" um eine Begegnung eines Mädchens mit einem mutmaßlichen Kinderschänder (10.000 Besucher, Platz 11).

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