Box Office Friseur-Tratsch mit Folgen
Los Angeles - "Barbershop 2: Back In Business" übernahm mit einem geschätzten Umsatz von 25,1 Millionen Dollar die Führung der Box-Office-Charts und übertrumpfte damit sogar die Start-Einspielergebnisse des ersten Teils von 20,6 Millionen Dollar. Dank durchweg guter Kritiken könnten die Einnahmen von "Barbershop 2" sogar noch den Gesamtumsatz des ersten Teils von 75 Millionen Dollar überschreiten. Während den ersten Teil der kleinen Milieukomödie über einen Friseursalon in Chicago vor zwei Jahren ein vorwiegend afroamerikanisches Publikum anzog, berichten US-Medien über einen überraschend großen Anteil weißer Kinofans, die sich am Wochenende für "Barbershop 2" entschieden.
Auf dem zweiten Platz landete das ebenfalls neu gestartete Hockey-Drama "The Miracle" von Disney. Kurt Russell brachte als Trainer Herb Brooks am Wochenende einen Umsatz von 19,4 Millionen Dollar ein. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte: Brooks trainierte bei den Olympischen Winterspielen 1980 die amerikanische Hockeymannschaft, die überraschend das starke Team der Sowjetunion besiegte. Disney erhofft sich mit "The Miracle" einen weiteren Erfolg in der Sportfilm-Sparte. Familienfilme wie "Remember the Titans" und "The Rookie" hatten sich als Kassenschlager erwiesen.
"The Miracle" verdrängte den Spitzenreiter der Vorwoche, "You Got Served", der 52 Prozent seines Vorwochen-Umsatzes abbaute, auf Platz drei. Der Film über die kürzlich aufgelöste HipHop-Band B2K nahm in seiner zweiten Woche nur noch 7,7 Millionen Dollar ein. Auf Rang vier hielt sich in ihrer vierten Woche die Komödie "Along Came Polly" mit Ben Stiller und Jennifer Aniston (7,0 Millionen), Platz fünf belegte der Science-Fiction-Film "The Butterfly Effect" mit Ashton Kutcher in seiner dritten Woche (6,7 Millionen).
Der Familien-Film "Catch That Kid" über ein Mädchen, das einen Bankraub plant, um eine Operation für seinen Vater zu bezahlen, spielte an seinem Startwochenende nur 6 Millionen Dollar ein und erreichte damit Platz 6 der Charts.
In Deutschland verteidigte unterdessen das Frauen-Drama "Mona Lisas Lächeln" seine Spitzenposition auch in der dritten Woche. Gegen etwa 226.000 Besucher konnten sich selbst die starken Neueinsteiger "School of Rock" und "Hart am Limit" nicht durchsetzen. Inzwischen haben nach Angaben des Branchenblattes "Blickpunkt Film" mehr als eine Million deutsche Kinogänger "Mona Lisas Lächeln" gesehen.
Die amerikanische Komödie "School of Rock" landete mit rund 180.000 Besuchern auf dem zweiten Platz der deutschen Kino-Charts. In Richard Linklaters neuem Film wird der Rocker Dewey Finn (Jack Black) von seiner Band gefeuert und nimmt einen Job als Lehrer an einer Privatschule an. Einer seiner Gitarrenschüler steht dem Musiker in einem Bandwettbewerb zur Seite und hilft ihm damit nicht nur aus seinen finanziellen Nöten.
Den ebenfalls neu gestarteten Motorradfilm "Hart am Limit" besuchten in der ersten Woche etwa 142.000 Kinogänger und beförderten ihn damit auf den dritten Platz. Mit Martin Henderson und Ice Cube in den Hauptrollen dreht sich der Action-Kracher um eine Biker-Gang, die das Mitglied einer rivalisierenden Gruppe jagt, um Rache für den Mord am Bruder ihres Anführers zu nehmen.
Auch auf dem vierten Platz der deutschen Charts folgt - nach Umsatzzahlen - mit "Mission 3D" ein Neueinsteiger. Das Finale der erfolgreichen Family-Entertainment-Franchise sahen sich etwa 180.000 Fans an. "Mission 3D" ist damit erfolgreicher als seine beiden Vorgänger an ihrem Startwochenende. In dem Film von Robert Rodriguez müssen sich die Spy Kids aus einem spektakulären 3D-Reality-Video-Game befreien.