Box Office Full House mit "Casino Royale"
James Bond ist der große Abzocker des Kino-Herbstes. In "Casino Royale" erleichtert er einen Oberschurken um über 100 Millionen Dollar, an Deutschlands Kinokassen kamen 1,2 Millionen Besucher zusammen. In 830 Häusern lief das erste 007-Abenteuer mit Daniel Craig in der Hauptrolle an; mehr als 110 Kopien waren im Einsatz.
Agenten des folkloristischen Schwachsinns auf Platz zwei: Die Belegschaft der Grimmschen Märchen kalauert sich in "7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug" weiter durchs deutsche Wichtelgebirge (rund 170.000 Kinogänger).
Platz drei für die Komödie "Wo ist Fred?" (circa 140.000 Zuschauer), gefolgt vom Erfolgs-Kasachen "Borat" (135.000 Zuschauer). Schlusslicht der Top fünf: Die CGI-Komödie "Jagdfieber" um die wilden Abenteuer eines zivilisierten Bären.
Neu gestartet sind der mäßig hingepinselte Künstlerfilm "Goyas Geister" (15.000 Besucher) und das Drama "Winterreise" (10.000 Zuschauer).
Insgesamt wurden in Deutschland 2,2 Millionen Kinotickets gelöst.
Bond eiskalt überholt
Amerika bleibt cool, verwies den Superagenten Bond auf Platz zwei der Charts ("Casino Royale" spielte am zweiten Wochenende 31 Millionen Dollar ein) und machte den Pinguin-Film "Happy Feet" zum Spitzenreiter (37,9 Millionen Dollar; über 100 Millionen Dollar nach zehn Tagen).
Auf Platz drei kämpft sich Oscar-Preisträger Denzel Washington durch das Thriller-Verwirrspiel "Déjà Vu" (20,8 Millionen Dollar). Es folgen die Weihnachtskomödie "Deck the Halls (12 Millionen Dollar) und der notorische "Borat" (10,4 Millionen).
In Amerika starteten zudem Darren Aronofskys ambitioniertes Science-Fiction-Drama "The Fountain" und der Heavy-Metal-Klamauk "Tenacious D in: The Pick of Destiny" .