Box Office: Gangster gegen Alienjäger - DER SPIEGEL
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Box Office Gangster gegen Alienjäger

Trotz starker Konkurrenz konnte sich das Action-Spektakel "Men In Black II" auch in der zweiten Woche auf dem Spitzenplatz der amerikanischen Kino-Charts behaupten - dicht gefolgt von dem neu gestarteten Gangsterdrama "Road To Perdition" mit Tom Hanks und Paul Newman. In Deutschland dominieren weiterhin "Lilo & Stitch" und "Spider-Man" die Charts.
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New York/Hamburg - Die Action-Komödie "Men In Black II" verlor zwar mehr als 50 Prozent ihres Rekordumsatzes vom vergangenen Feiertagswochenende, konnte sich aber dennoch gegen die neu anlaufende Konkurrenz in den nordamerikanischen Kinos durchsetzen. Das Science-Fiction-Spektakel setzte noch einmal 25 Millionen Dollar (25,2 Millionen Euro) um und spielte bisher insgesamt 133,3 Millionen Dollar ein.

Den zweiten Platz - gemessen an den Einnahmen - errang die Gangstersaga "Road To Perdition" des britischen Regisseurs Sam Mendes. Sie wurde in nur halb so vielen Kinos gezeigt wie "MIB II", folgte dem Alien-Spaß nach vorläufigen Studio-Berechnungen vom Montag mit 22,1 Millionen Dollar Umsatz aber dennoch dicht auf den Fersen. US-Kritiker rühmen das Drama aus den Gangsterkreisen der Depressions-Ära als "wahrhaft majestätisch in Bild und Ton" und erkennen der Darstellung der Vater-Sohn-Konflikte geradezu "biblischen Charakter" zu.

Es ist der zweite Spielfilm des Regisseurs Sam Mendes, der vor zwei Jahren für "American Beauty" mit dem Regie-Oscar und dem Oscar für den besten Film belohnt worden war. "Road to Perdition" (etwa: "Straße zur Verdammnis") zeigt Tom Hanks erstmals in der Rolle eines Killers, allerdings eines sehr feinfühligen, der in seiner Freizeit ein hingebungsvoller Ehemann und Vater ist.

Hanks agiert in dem Film als persönlicher Handlanger seines Ziehvaters, der von Paul Newman als abgehärteter irischer Gangsterboss darstellt wird. Die am Ende höchst tragischen Ereignisse nehmen ihren Lauf, als Hanks' Film-Sohn dem Vater heimlich "zur Arbeit" folgt und Zeuge eines von einem anderen Killer begangenen Mordes wird. Jener Gangster macht sich auf die Suche nach dem jungen Augenzeugen, tötet dabei Hanks' Frau und zweites Kind und schlägt ihn selbst mit seinem Sohn in die Flucht.

Rang drei der US-Charts ging an die apokalyptische Drachenstory "Reign Of Fire" aus dem Hause Disney mit Matthew McConaughey und Christian Bale (Regie: Rob Bowman). Auf Platz vier folgt trotz miserabler Kritiken "Resurrection", der jüngste Film aus der Horror-Reihe "Halloween" mit Jamie Lee Curtis. Den fünften Platz behauptete die Adam-Sandler-Komödie "Mr. Deeds" vor dem vierten Neustart der Woche, dem Familienfilm "Crocodile Hunter" mit dem australischen Naturfreund und Fernsehstar Steve Irwin.

In Deutschland bleibt derweil alles beim Alten: Der Trickfilm "Lilo & Stitch" aus dem Hause Disney konnte auch in der zweiten Woche seinen ersten Platz behaupten. Die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen dem zunächst bösartigen Alien Stitch und dem kleinen Mädchen Lilo, umrahmt von der Musik Elvis Presleys, hatte auf Anhieb "Spider-Man" auf Platz zwei gedrängt, und dort hält sich der Spinnenmann auch weiterhin. Auch die anderen Positionen haben sich gegenüber der Vorwoche nicht geändert: Der Thriller "Mord nach Plan" mit Sandra Bullock als Polizistin bleibt auf Rang drei, der Vietnam-Kriegsfilm "Wir waren Helden" mit Mel Gibson auf Rang vier und die Dreiecksgeschichte "Untreu" mit Richard Gere bleibt weiterhin auf dem fünften Rang.

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