Box Office Gauner gegen Gefährten
In den USA hat der Kampf zwischen Gut und Böse als Kassenschlager immer noch nicht ausgedient. In Nordamerika spielte "Der Herr der Ringe" am vergangenen Wochenende rund 16,2 Millionen Dollar (18,1 Millionen Euro) ein. Nach Studio-Schätzungen soll das Fantasy-Spektakel weltweit bereits die 500-Millionen-Dollar-Hürde übersprungen haben.
Platz zwei der US-Kinocharts blieb unverändert: Russell Crowe konnte sich in "A Beautiful Mind" (15,8 Millionen Dollar) erneut als genialer, schizophrener Mathematiker durchsetzen. Der höchste Neuzugang des vergangenen Wochenendes war die Teenie-Komödie "Orange County" - sie schoss mit 15,1 Millionen Dollar gleich auf Platz drei der Hitliste.
Kein Wunder, schließlich ist bei dieser Produktion die gesamte Erbengeneration von Hollywood versammelt: Colin Hanks, Sohn von Oscar-Preisträger Tom Hanks, spielt Seite an Seite mit Schuyler Fisk, der Tochter von Sissy Spacek. Regie führt ebenfalls ein Promi-Kind: Jack Kasdan, Sohn des "Big-Chill"-Machers Lawrence Kasdan.
Steven Soderberghs charmante Gaunerkomödie "Ocean's Eleven" mit George Clooney und Brat Pitt musste somit ihren dritten Platz aufgeben und landete mit nur 7,5 Millionen Dollar auf Rang vier. Die New Yorker Familiengeschichte "The Royal Tenenbaums" mit Gwyneth Paltrow, Ben Stiller und Gene Hackman konnte sich hingegen mit 6,4 Millionen Dollar auf Platz fünf behaupten.
In Deutschland verdrängte der neue Spitzenreiter "Ocean's Eleven" Frodo Beutlin und seine "Ring"-Truppe auf Platz zwei. Den dritten Rang eroberte sich auf Anhieb das düstere Psychodrama "The Others" mit Nicole Kidman in der Rolle einer neurotischen Mutter.
Harry Potters Zaubersegen scheint langsam nachzulassen - die Buchverfilmung kam nur noch auf Platz vier. Auch das moderne Märchen "Plötzlich Prinzessin" musste seinen dritten Platz aufgeben und fiel zurück auf Rang fünf.