Box Office: Horrortrip statt Super Bowl - DER SPIEGEL
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Box Office Horrortrip statt Super Bowl

Wer in Amerika am Wochenende keinen Football mochte, ging ins Kino und gruselte sich bei dem Horror-Thriller "Darkness Falls". Wahrer Gewinner der vergangenen Woche ist jedoch der Golden-Globe-Gewinner "Chicago". Deutsche Kinogänger favorisierten derweil eine große, fette griechische Hochzeit.
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New York/Hamburg - Am traditionell schlecht besuchten Wochenende, an dem der Football-Super-Bowl ausgetragen wird, konnte sich ein Low-Budget-Horrorthriller durch schiere Omnipräsenz auf den ersten Platz der amerikanischen Kino-Charts katapultieren. "Darkness Falls", die mit keinerlei Stars besetzte Horror-Version der Legende um die "Zahnfee", profitierte von einem Bombardement von TV-Trailern und einem Massenstart in mehr als 2500 Kinos. 12,5 Millionen Dollar Umsatz reichten für die Top-Position.

Auf dem zweiten Platz behauptete sich der Spitzenreiter der vergangenen Woche, die Komödie "Kangaroo Jack" (11,9 Millionen Dollar Umsatz). Den dritten Platz belegt neuerdings die Musical-Verfilmung "Chicago", die in der letzten Woche in doppelt so vielen (616) Kinosälen zu sehen war, als zuvor. Ob dieser immer noch geringen Zahl überrascht das Einspielergebnis von 8,5 Millionen umso mehr. Der Run auf den Film mit Renée Zellweger, Richard Gere und Catherine Zeta-Jones erklärt sich vor allem durch den dreifachen Gewinn eines Golden Globes am vorvergangenen Sonntag und die immer stärker werdende Mundpropaganda, die "Chicago" zum stärksten Oscarfavoriten werden lässt.

Nach dem Willen der Produzenten soll "Chicago" erst wenige Tage vor den Nominierungen für die Oscars am 11. Februar flächendeckend zu sehen sein und dürfte dann problemlos den Spitzenplatz der Charts erobern. In Deutschland läuft der Film am 20. Februar an.

Drei weitere potenzielle Oscar-Anwärter halten sich derzeit in den Top Ten der Kinocharts: "The Hours" mit Nicole Kidman, Meryl Streep und Julianne Moore rangiert auf Platz zehn, "About Schmidt" mit Jack Nicholson auf Platz neun und "Der Herr der Ringe - Die zwei Türme" belegt immer noch den sechsten Rang. George Clooney kam mit seinem Regie-Debüt "Confessions Of A Dangerous Mind" auf Anhieb auf den achten Platz. Die Top Fünf werden komplettiert durch zwei weitere Komödien: Auf Rang vier hält sich der ehemalige Spitzenreiter "Just Married" in seiner dritten Woche (7,5 Millionen Dollar), auf Rang fünf findet sich nach nur einer Woche die Martin-Lawrence-Komödie "National Security" wieder (7,4 Millionen Dollar).

In Deutschland schaffte unterdessen die romantische Komödie "My Big Fat Greek Wedding" auf Anhieb den Sprung an die Spitze der deutschen Kinocharts. Der von Tom Hanks und seiner Frau Rita Wilson mitproduzierte Independent-Film nach einem Drehbuch der Hauptdarstellerin Nia Vardalos gehörte zu den Überraschungshits der vergangenen Saison in den USA. Unverändert zur Vorwoche hält sich "Herr der Ringe - Die Zwei Türme" auf dem zweiten Platz, die Neuverfilmung von Erich Kästners Klassiker "Das fliegende Klassenzimmer" belegt weiterhin Rang vier. Zwei Plätze verloren hat unterdessen Captain Picard (Patrick Stewart) mit seiner Enterprise-Crew. Der neue "Star-Trek"-Film "Nemesis" fiel von Platz eins auf Platz drei zurück. Auch das Rapper-Drama "8 Mile" mit Eminem hat sich verschlechtert und fiel von Platz drei auf Platz fünf zurück.

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