Box Office: Hühnchen klein, ging allein... - DER SPIEGEL
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Box Office Hühnchen klein, ging allein...

Kurz bevor Blockbuster wie "King Kong" und "Harry Potter" starten, trumpft in den USA ein sehr kleiner Held auf: "Chicken Little", Disneys erster Animationsfilm, eroberte am Wochenende den Spitzenplatz der Kinocharts. Deutschland hält dem "Flight Plan" die Treue.
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Los Angeles/Hamburg - Trotz langsam ansteigender Umsätze: Die Besucherflaute in den amerikanischen Kinos hält an. "Chicken Little" , Disneys erster komplett am Computer animierter Trickfilm, spielte am vergangenen Wochenende zwar stattliche 40,1 Millionen Dollar ein, doch im gleichen Zeitraum vor einem Jahr setzten die "Incredibles", Pixars animierte Superhelden, satte 70 Millionen um.

Dennoch, die turbulente Geschichte eines jungen Kükens, das sein Dorf vor bösen Aliens rettet, markiert den Beginn der winterlichen Blockbuster-Saison, die in den kommenden Wochen mit dem Start der Eventmovies "King Kong", "Harry Potter und der Feuerkelch" und "Die Chroniken von Narnia" kumulieren wird. "Chicken Little", geeignet für ein Publikum ohne Altersgrenzen, schaffte mit 40 Millionen Dollar immerhin doppelt so viel Startumsatz wie die meisten Box-Office-Spitzenreiter der vergangenen Wochen.

Die Kritiken für den Animationsfilm waren jedoch eher verhalten; viele Kritiker bevorzugen den etwas radikaleren Tonfall der Pixar-Animateure, deren Vertrag mit Disney im nächsten Jahr mit "Cars" ausläuft. Der Erfolg von "Chicken Little" ist daher entscheidend für den Zeichentrick-Mogul Disney, der sich nun seine eigene Reputation im computergenerierten Genre erkämpfen muss.

Mit 28,8 Millionen Dollar auf dem zweiten Platz landete das ebenfalls neu gestartete Desert-Storm-Drama "Jarhead"  von "American Beauty"-Regisseur Sam Mendes mit Jake Gyllenhaal und Jamie Foxx. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Anthony Swofford, der seine Erlebnisse als Marine im Golfkrieg von 1991 beschreibt.

Auf den Plätzen drei bis fünf tummeln sich die Neustarts der Vorwoche: Der Vorwochenspitzenreiter "Saw 2"  (17,2 Millionen Dollar), der Abenteuerfilm "Die Legende des Zorro"  (10 Millionen Dollar) und das Frauendrama "Prime"  mit Uma Thurman und Meryl Streep (5,3 Millionen Dollar).

Deutschland hält unterdessen dem "Flight Plan"  mit Jodie Foster die Treue. Der Thriller bleibt auch in der dritten Woche nach seinem Start Spitzenreiter. Weniger als 300.000 Besucher reichten laut "Blickpunkt: Film", um den ersten Platz zu halten.

Schätzungen vom Montag zufolge hielt auch "Die Legende des Zorro" seine Position auf Platz zwei. Um Rang drei kämpfen "Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen"  und der stärkste Neuling, Cameron Crowes Kleinstadtdrama "Elizabethtown" , der mit nur 237 Kopien gestartet wurde. Nach Besucherzahlen dürfte der mit 684 Kopien in den Kinos vertretene Stop-Motion-Film die Nase vorn haben.

Der mit über 500 Kopien gestartete Familienfilm "Es ist ein Elch entsprungen" muss sich mit einem moderaten Einstieg zufrieden geben. Mit geschätzten 125.000 Besuchern könnte die Weihnachtskomödie Rang fünf erreicht haben.

"Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche" startete mit 76 Kopien auf Platz elf hinter "Die weiße Massai", der mittlerweile mehr als zwei Millionen Besucher lockte. Außerdem neu in den Top 20: die mit 40 Kopien angelaufene türkische Produktion "Maskeli Besler - Die maskierte Bande", die voraussichtlich Rang 15 belegt, und das mit 53 Kopien gestartete Sequel "L' auberge espagnole - Wiedersehen in St. Petersburg" auf Rang 18.

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