Box Office: Jesus hilft Hollywood - DER SPIEGEL
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Box Office Jesus hilft Hollywood

Dem Film eilt der Ruf eines blutrünstigen Dramas voraus. Dennoch - oder gerade deshalb - konnte Mel Gibsons "Passion of the Christ" seinen Siegeszug durch die US-Kinos am Wochenende fortsetzen. Deutsche Kinobesucher blieben der Gruselkomödie "Scary Movie 3" treu.
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Los Angeles/New York - Mel Gibsons umstrittener Jesus-Film "Passion of the Christ" bleibt an der Spitze der amerikanischen Kinocharts. Nach Angaben der Verleihfirma New Market bescherten die US- und kanadischen Kinobesucher den blutigen Passionsspielen einen Gewinn von 51 Millionen Dollar allein an diesem Wochenende. Durch die ungewöhnlich starken Besucherzahlen in den USA und Kanada hat der der Film nach nur zwölf Tagen die 200 Millionen-Dollar-Einnahmeschwelle überschritten und setzt seinen umstrittenen Siegeszug weiter fort.

Branchenexperten rechnen damit, dass der Film bald die 300-Millionen-Dollar-Marke überschreiten wird. Der große Erfolg von "Passion" gibt der amerikanischen Filmbranche Auftrieb: Lagen die Wochenend-Einspielergebnisse Hollywoods für die Top-12-Filme bisher mit durchschnittlich sieben Prozent unter denen des Vorjahres, überstiegen sie am letzten Wochenende das Ergebnis von 2003 um 39 Prozent. Gibsons kontrovers diskutierter Film startete am Freitag auch in Portugal und Polen. In Deutschland gibt es "Die Passion Christi" erst ab dem 18. März zu sehen.

Auf dem zweiten Platz der amerikanischen Charts kann sich der Neustart "Starsky & Hutch" positionieren. Mit 29 Millionen Dollar Wochenend-Umsatz bleibt das Serien-Remake zwar deutlich hinter dem Umsatz von "Passion of the Christ" zurück, aber das Einspielergebnis reicht für den besten Einstieg der Woche. Im Remake der erfolgreichen Fernsehserie um die Detektive Starsky (Ben Stiller) und Hutch (Owen Wilson) dreht sich alles um rasante Auto-Verfolgungsjagden, wilde Schießereien und geschmacklose Siebziger-Jahre-Outfits.

Auch auf dem dritten Rang platzierte sich ein Neueinsteiger: "Hidalgo", die Geschichte des amerikanischen Abenteurers Frank T. Hopkins und seines Araberhengstes Hidalgo. Den historischen Ritt durch die Wüste ließen sich die amerikanischen Zuschauer am letzten Wochenende noch 19,6 Millionen Dollar kosten. Vom zweiten auf den vierten Platz fällt die romantische Komödie "50 First Dates" in der vierten Woche nach ihrem Start. Der Thriller "Twisted" mit Samuel L. Jackson und Ashley Judd Platz kommt mit fünf Millionen Dollar Umsatz auf den fünften Platz, gefolgt von Platz sechs für die Komödie "Confessions of a Teenage Drama Queen" (vier Millionen Dollar).

In den deutschen Kinocharts konnte sich unterdessen "Scary Movie 3" weiterhin an der Spitze behaupten. Laut Branchenmagazin "Blickpunkt:film" wollten etwa 480.000 Besucher den trashigen Gruselspaß sehen. Mit diesem Ergebnis hat "Scary Movie 3" die Eine-Millionen-Besucher-Grenze bereits nach zwei Wochen hinter sich gelassen.

Der neu gestarteten US-Komödie "Und dann kam Polly" mit Ben Stiller und Jennifer Aniston blieb nur ein guter zweiter Platz mit 360.000 Besuchern. Jack Nicholson und Diane Keaton konnten ihren dritten Rang der Vorwoche mit "Was das Herz begehrt" und 230.000 Besuchern behaupten. Das Südstaatenepos "Unterwegs nach Cold Mountain" folgte auf Platz vier mit 82.000 Zuschauern. "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" komplettiert die Top 5 mit 46.000 Kinogängern.

Erst auf dem sechsten Rang konnte sich ein weiterer Neueinsteiger unter den besten zehn dieser Woche platzieren. Die deutsche Tragikkomödie "Erbsen auf halb 6" erzählt die Liebesgeschichte zwischen zwei Blinden. 43.000 Besucher haben Fritzi Haberlandt als blinde Therapeutin Lilly von Donnerstag bis Sonntag sehen wollen.

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