Box Office: Knetfiguren im Nebel - DER SPIEGEL
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Box Office Knetfiguren im Nebel

Während die animierten Knetfiguren Wallace & Gromit in Deutschland erst ihren Siegeszug an der Kinokasse starten, sind sie in den USA bereits wieder auf den zweiten Rang verbannt worden - vom Remake des Carpenter-Klassikers "The Fog - Nebel des Grauens".
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Los Angeles/Hamburg - Viel brauchte es nicht, um den Spitzenplatz der nordamerikanischen Box-Office-Charts zu erobern. Das Remake von John Carpenters 1980 gedrehtem Horror-Klassiker "The Fog" benötigte an einem insgesamt umsatzarmen Wochenende nur 12,2 Millionen Dollar, um den Vorwochenspitzenreiter "Wallace & Gromit" auf Platz zwei zu verbannen. Gedreht wurde die neue "Nebel des Grauens"-Version  von dem britischen Regisseur Rupert Wainwright ("Stigmata"), in den Hauptrollen sind Selma Blair und Maggie Grace zu sehen. Ein Grund für den überraschenden Erfolg des Gruselschockers könnte die strikte Politik der Verleihfirma Sony gewesen sein, den Film vor Kinostart nicht der Presse zu zeigen. Vor schlechten Kritiken war man somit gefeit.

""Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen"  setzte in seiner zweiten US-Woche noch einmal 11,7 Millionen Dollar um. Auf dem dritten Rang folgt mit Cameron Crowes Romanze "Elizabethtown"  ein weiterer Neustart, der sich mit einem Umsatz von 11 Millionen Dollar erfolgreich gegen die im Vorwege durchweg schlechte Presse behauptete. In den Hauptrollen sind allerdings auch die Publikumslieblinge Orlando Bloom und Kirsten Dunst zu sehen.

Eine weitere Kinopremiere hatte weniger Glück: Tony Scotts neuer Actionthriller "Domino"  mit Keira Knightley und Mickey Rourke floppte mit 4,7 Millionen Dollar auf Platz sechs. Rang vier geht an Curtis Hansons Frauendrama "In Her Shoes"  mit 6,1 Millionen Dollar Umsatz. Weiterhin blendend läuft es für George Clooneys McCarthy-Ära-Drama "Good Night, and Good Luck" , das seit zwei Wochen in limitierter Kopienzahl Zuschauer anlockt. 1,37 Millionen Dollar setzte der Film an diesem Wochenende um, obwohl er nur in 68 Kinos zu sehen ist.

In Deutschland fehlt derweil noch immer ein Herbst-Überflieger. Am vergangenen Wochenende kamen gleich sieben Filme auf sechsstellige Besucherzahlen, allen voran das neu gestartete Abenteuer der Knetfiguren "Wallace und Gromit", gestartet mit 682 Kopien. Der Animationsfilm kam laut Angaben des Branchenmagazins "Blickpunkt: Film" mit rund 285.000 Besuchern auf Platz eins. Der Vorgängerfilm "Chicken Run" aus den britischen Aardman-Studios war vor vier Jahren mit 266.401 Zuschauern angelaufen und kam insgesamt auf 1,9 Mio. Besucher.

Auf Platz zwei gelangte die mit 384 Kopien angelaufene Erfolgsdokumentation "Die Reise der Pinguine". Luc Jacquets Pinguin-Passion lockte rund 160.000 Kinogänger und legte damit - noch vor Michael Moores "Fahrenheit 9/11" - den besten Start einer Dokumentation in Deutschland überhaupt hin.

Die US-Komödie "Jungfrau (40), männlich, sucht" hielt sich mit rund 140.000 Besuchern auf Platz drei, gefolgt von einem weiteren Neuling, dem Baywatch-Actiondrama "Into the Blue" (393 Startkopien), das mit etwa 130.000 Besuchern startete. Die Top fünf beschließt der deutsche Dauerbrenner "Die weiße Massai" mit 120.000 Zuschauern. Mit einem Gesamtergebnis von 1,6 Millionen Zuschauern ist Hermine Huntgeburths Literaturverfilmung momentan der erfolgreichste deutsche Film des Jahres.

Von Platz eins auf Rang sechs purzelte Terry Gilliams "Brothers Grimm", sammelte aber immerhin noch knapp 120.000 Zuschauer. Neu in den deutschen Top 20 sind außerdem Jackie Chans Actionkomödie "New Police Story" (176 Startkopien) mit etwa 30.000 Zuschauern, während der in den USA erfolgreiche "A History of Violence" (67 Kopien) lediglich auf 25.000 Besucher kam. Insgesamt wurden in deutschen Kinos 1,5 Millionen Tickets gelöst.

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