Box Office: Konjunktur der Kriegsfilme - DER SPIEGEL
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Box Office Konjunktur der Kriegsfilme

Kaum ist Ridley Scotts "Black Hawk Down" aus den Top Ten verschwunden, platziert sich der nächste Kriegsfilm an der Spitze der US-Kinocharts: das Vietnam-Drama "We Were Soldiers" mit Mel Gibson. Der Vampirfilm "Queen Of The Damned" mit Aaliyah hatte binnen einer Woche 60 Prozent weniger Zuschauer.
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New York/Hamburg - Nach dem Erfolg mit "Black Hawk Down" haben die USA erneut ein Kriegsdrama an der Spitze ihrer Kino-Charts. "Wir waren Helden" (Originaltitel "We Were Soldiers") mit Mel Gibson als einem Offizier, der 1965 rund 400 GIs in die erste große Schlacht des Vietnamkrieges führt, spielte an seinem Premierenwochenende in Nordamerika 20,2 Millionen Dollar (23,3 Millionen Euro) ein. In Deutschland läuft der Film unter der Regie und nach einem Drehbuch von Randall Wallace ("Gladiator") im Juni an.

Auf Platz zwei folgte die romantische Komödie "40 Tage und 40 Nächte", die mit einem jungen und überwiegend weiblichen Publikum auf Anhieb 12,5 Millionen Dollar in die Kassen brachte. In dem neu angelaufenen Film versucht Josh Hartnett als verschmähter Liebhaber, seine Freundin durch längeren Verzicht auf Sex zurückzugewinnen. Platz drei ging nach vorläufigen Studioangaben vom Montag an den ehemaligen Spitzenreiter "John Q." mit Denzel Washington. Ihm folgten das Mystery-Drama "Dragonfly" mit Kevin Costner und der Peter-Pan-Zeichentrickfilm "Return To Never Land" aus dem Hause Disney auf Platz fünf.

Der Grusel-Thriller "Queen Of The Damned" mit der R&B-Sängerin Aaliyah, die im August 22-jährig bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war, hatte binnen nur einer Woche 60 Prozent weniger Zuschauer und fiel von dem Spitzenplatz auf Rang sechs. Aaliyah ist in dem Film als 6000 Jahre alter ägyptischer Vampir zu sehen.

Der mit 13 Nominierungen führende Oscar-Favorit "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" war an diesem Wochenende wieder unter den Top Ten der amerikanischen Kinocharts. Er nahm seit seiner Premiere im Dezember allein in den USA und Kanada 287 Millionen Dollar ein. Sein schärfster Oscar-Konkurrent, "A Beautiful Mind", lag am Wochenende auf Platz acht der Charts. Das Drama um einen an Schizophrenie erkrankten Wissenschaftler und späteren Nobelpreisträger wurde achtmal für einen Oscar nominiert und spielte bisher in den USA und Kanada 138,7 Millionen Dollar ein.

In Deutschland überzeugte "A Beautiful Mind" noch nicht so viele Zuschauer von seinen Qualitäten: Ron Howards Drama konnte bei seinem Start am Wochenende die Farrelly-Brothers-Komödie "Schwer verliebt" nicht vom Siegerpodest stoßen, die dort nun schon in der dritten Woche hintereinander residiert.

Der ebenfalls neu angelaufene Film der Regie- und Produzentenbrüder Albert und Allen Hughes über den Londoner Prostituierten-Mörder Jack the Ripper mit Johnny Depp als Inspektor Abberline erreichte hinter "A Beautiful Mind" den dritten Rang in der Gunst der Zuschauer.

Disneys "Monster AG" rutschte vom zweiten auf den vierten Platz ab, die Actionkomödie "Rush Hour 2 vom dritten auf den fünften. Der in der Vorwoche mit Rang vier gestartete Streifen "Collateral Damage" mit Arnold Schwarzenegger fand sich nicht mehr auf den ersten fünf Plätzen wieder.

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