Box Office: Mel Gibsons Comeback missglückt - DER SPIEGEL
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Box Office Mel Gibsons Comeback missglückt

Und noch ein Film, der vergebens mit den Avataren ringt: Der Thriller "Auftrag Rache" startete schwach in den USA - womit Mel Gibsons Rückkehr vor die Kamera nicht so verlief wie erhofft. In den deutschen Kinos freute sich "Sherlock Holmes" über gute Besucherzahlen.
"Auftrag Rache": Rückkehr von Mel Gibson
"Auftrag Rache": Rückkehr von Mel Gibson

"Auftrag Rache": Rückkehr von Mel Gibson

Foto: AP / Warner Bros.
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Mel Gibson

Hamburg/Los Angeles - Neun Jahre ist es her, dass im Mystery-Thriller "Signs" seine letzte große Hauptrolle spielte. Seither war er vor allem als Autor, Produzent und Regisseur aktiv (unter anderem "Apocalypto"), wollte aber mit "Edge of Darkness" (deutscher Titel: "Auftrag Rache") endlich wieder als Schauspieler Erfolg haben. Seine Rückkehr als Cop, der nach der Ermordung seiner Tochter einer Verschwörung auf die Spur kommt, blieb laut Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück: Nur 17,1 Millionen Dollar spielte der Thriller in 3066 Kinos ein - damit reichte es lediglich für den zweiten Platz hinter dem nach wie vor starken "Avatar - Aufbruch nach Pandora".

James Camerons

Dass Science-Fiction-Epos weiterhin Rekorde bricht, versteht sich inzwischen fast von selbst: 30 Millionen Dollar Umsatz bedeuten das beste Ergebnis eines Films am siebten Kinowochenende. "Avatar" steht mit zwei Milliarden Dollar laut boxofficemojo.com nunmehr sehr deutlich vor "Titanic" im weltweiten Allzeit-Ranking.

Den dritten Platz sicherte sich "When in Rome" mit Kristen Bell ("All Inclusive"), die romantische Komödie setzte 12,1 Millionen Dollar in 2456 Kinos, gefolgt von Dwayne "The Rock" Johnson als "Zahnfee auf Bewährung"; der Fantasy-Film spielte zehn Millionen Dollar ein.

Denzel Washington

Dahinter: "The Book of Eli" mit als einsamer Held im Kampf ums Überleben der Menschheit. Nach seinem erfolgreichen Start vor zwei Wochen (32 Millionen Dollar) hat der apokalyptische Thriller kontinuierlich abgebaut und brachte am Wochenende nur noch 8,8 Millionen Dollar in die Kinokassen. Mit rund 75 Millionen Dollar Umsatz ist die Regie-Arbeit der Hughes-Brüder in den US-Kinos allerdings der bisher erfolgreichste in diesem Jahr gestartete Film. Die in der vergangenen Woche erfolgreich gestartete Weltuntergangsphantasie "Legion" hat deutlich verloren und rutschte mit 6,8 Millionen Dollar Umsatz in 2476 Kinos auf den sechsten Platz ab.

Cheeseburger-Regen im Schneegestöber

In den deutschen Kinos wurden einmal mehr Hunderttausende Karten für "Avatar" verkauft: Nach 520.000 Zuschauern an diesem Wochenende summieren sich die Besucherzahlen bereits auf etwa 7,5 Millionen. Einzig "Titanic" hatte vor zwölf Jahren ein besseres Ergebnis am siebten Wochenende.

Guy Ritchies aufgepeppter "Sherlock Holmes", gespielt von Robert Downey Jr., konnte sich zum Start sehen lassen: In 596 Kinos wurden 410.000 Besucher gezählt. Auf dem dritten Rang hielt sich die Komödie "Friendship!" mit 190.000 Besuchern; sie nahm als erster im Jahr 2010 gestarteter Film die Hürde von einer Million Kinogängern.

Nur 165.000 Zuschauer fanden ihren Weg in den animierten Film "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen", die Adaption einer Kindergeschichte über eine Stadt, in der es Essen regnet. Nancy Meyers reife romantische Komödie "Wenn Liebe so einfach wäre" (Originaltitel: "It's Complicated") beschließt mit 160.000 umgesetzten Tickets die Top Fünf.

Helen Mirren als Ehefrau von Leo Tolstoi (Christopher Plummer) in "Ein russischer Sommer" (Originaltitel: "The Last Station") verpasste hingegen knapp einen Platz unter den ersten zehn, das Biographie-Drama sahen 30.000 Besucher in 127 Kinos.

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