Box Office Michael Douglas bricht den Bann
Los Angeles/Hamburg - Drei Wochen nach den Terror-Anschlägen von New York scheint die Flaute in den amerikanischen Kinos vorbei zu sein. Insgesamt spielten die ersten zwölf Filme der Box-Office-Charts von Freitag bis Sonntag 66,2 Millionen Dollar (142 Millionen Mark, 72 Millionen Euro) ein. Das sind 52 Prozent mehr als am Wochenende davor, dem bisher umsatzschwächsten des Jahres.
Für den Schauspieler Michael Douglas gab es darüber hinaus sogar einen persönlichen Rekord zu feiern. Der Thriller "Don't Say A Word" mit ihm in der Hauptrolle spielte an seinem Startwochenende rund 18 Millionen Dollar ein - ein Ergebnis, das bisher keiner seiner Filme erreichte. Umso überraschender ist der Erfolg des Streifens, da Kritiker dem zuweilen beklemmenden Psycho-Krimi ob der Anschläge keine guten Chancen eingeräumt hatten. In "Don't Say A Word" jagt Michael Douglas den Kidnapper seiner Filmtochter. In Deutschland wird der Thriller voraussichtlich ab 3. Januar 2002 zu sehen sein.
Zweiter Gewinner des Wochenendes ist der Komiker und Regisseur Ben Stiller. Seine überdrehte Komödie "Zoolander", in der er ein dümmliches Männer-Model spielt, landete mit 15,7 Millionen Dollar Umsatz auf dem zweiten Platz der Charts. Auf Platz drei landete die Stephen-King-Verfilmung "Hearts In Atlantis" (9,5 Millionen Dollar), obwohl die "New York Times" den Film mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle zuvor als "nostalgisches Fiasko" beschrieben hatte.
Die drei erfolgreichen Neustarts verwiesen die Hits der Vorwoche auf die hinteren Plätze: Das Baseball-Drama "Hardball" und der Thriller "The Others" mit Nicole Kidman landeten auf Platz vier und fünf. "Glitter", das Kino-Debüt der Sängerin Mariah Carey, verpasste auch in seiner zweiten Woche den Eintritt in die Top Ten.
Einer der US-Kinohits der vergangenen Wochen sorgt derweil auch in Deutschland für Furore: "American Pie 2" setzte sich auf Anhieb auf den Spitzenplatz der Kino-Charts und verdrängte die erfolgreiche Komödie "Bridget Jones" auf Platz zwei. Dahinter hält sich nach wie vor die deutsche Western-Parodie "Der Schuh des Manitu" von und mit Michael "Bully" Herbig, gefolgt von der Mittelalter-Komödie "Ritter aus Leidenschaft". Komplettiert wird der Komödien-Reigen schließlich von Jean-Pierre Jeunets zauberhaftem Film "Die fabelhafte Welt der Amelie", der sich erneut unter den ersten fünf Plätzen etablieren konnte.