Box Office: Mit der Stimme den ganzen Körper besiegt - DER SPIEGEL
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Box Office Mit der Stimme den ganzen Körper besiegt

Großes Wochenende für den britischen Komiker Russell Brand: Er spielt die Hauptrolle in der Komödie "Arthur", die auf Platz zwei der US-Kinocharts einstieg. Noch besser lief der Osterspaß "Hop", in dem Brand einen animierten Hasen spricht. Auch in Deutschland dominiert mit "Rio" ein Animationsfilm.
Russell Brand in der Komödie "Arthur": Doppelspitze für den Briten in den USA
Russell Brand in der Komödie "Arthur": Doppelspitze für den Briten in den USA

Russell Brand in der Komödie "Arthur": Doppelspitze für den Briten in den USA

Foto: AP/ Warner Bros.
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Hamburg/Los Angeles - Ostern ist noch weit. Das lässt die Macher des Animations-/Realfilm-Hybriden "Hop" hoffen, den Spitzenplatz der amerikanischen Kinocharts womöglich noch länger halten zu können. An diesem Wochenende jedenfalls reichte ein Einspielergebnis von geschätzten 21,7 Millionen Dollar, um der Geschichte eines heranwachsenden Osterhasen, der eigentlich lieber Rockstar wäre, eine zweite Woche auf Platz eins zu sichern.

Gesprochen wird der Hase auf Selbstfindungsreise im Original von dem britischen Comedian Russell Brand (in der deutschen Version ist es Alexander Fehling). Dass "Hop" trotz eines Umsatzrückgangs von 42 Prozent gegenüber der Vorwoche an der Spitze bleibt, wird Brand mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen. Denn nur auf Platz zwei schaffte es die Komödie "Arthur", ein Remake des Klassikers von 1981, in dem er die Hauptrolle des kindischen Millionenerben spielt. Dem Branchendienst Boxofficemojo.com  zufolge muss das Einspiel von 12,6 Millionen Dollar als leichte Enttäuschung gelten. Schließlich war das Original, deutscher Titel: "Arthur - Kein Kind von Traurigkeit", der vierterfolgreichste Film des Jahres 1981.

Auf den Plätzen drei und vier folgen zwei weniger hoch gehandelte Neustarts: Der Actionfilm "Hanna" auf Platz drei (12,3 Millionen Dollar) handelt von einem Mädchen, das in der Wildnis aufwächst und vom Vater - einem ehemaligen CIA-Agenten - zum Profikiller ausgebildet wird. Gespielt wird Hannah von der 16-jährigen Saoirse Ronan ("Abbitte").

Der Film "Soul Surfer" - die wahre Geschichte einer jungen Surferin, die bei einer Hai-Attacke ihren Arm verliert - schaffte es mit 11,1 Millionen Dollar zwar nur auf Platz vier. Dafür waren die Zuschauer nach Angaben der "Los Angeles Times" von dem Film begeistert und gaben ihm die äußerst seltene Bestnote A+.

Enttäuschend startete die mittelalterliche Kiffer-Komödie "Your Highness" mit Oscar-Gewinnerin Natalie Portman und Oscar-Kandidat James Franco auf dem sechsten Platz. Der Film spielte trotz Starbesetzung nur 9,5 Millionen Dollar ein und wurde vom Publikum im Durchschnitt mit einem C+ bewertet.

Frühstart für "Rio"

Den seltenen Fall, dass ein großer Hollywoodfilm vor seinem Start in den USA schon in Deutschland läuft, gab es am Wochenende mit " Rio". Der Animationsfilm von "Ice Age"-Regisseur Carlos Saldanha wurde von 220.000 Besuchern gesehen und schaffte es damit klar auf Platz eins der deutschen Kinocharts. Auch in anderen Ländern hatte die Geschichte des Ara-Papageien Blu schon Premiere: In Brasilien, woher der Regisseur stammt und wo sein Film spielt, schaffte "Rio" den umsatzstärksten Filmstart eines Animationsfilms aller Zeiten.

Ein ganz anderes Publikum als der Familienfilm "Rio" dürfte der zweitplazierte Film "The Mechanic" angelockt haben: Das Remake des Charles-Bronson-Klassikers "Kalter Hauch" mit Jason Statham wollten 80.000 Actionfans sehen; damit setzte sich der Neuling knapp vor den Vorwochenersten " Sucker Punch", der es noch auf 70.000 Zuschauer brachte.

Erneut kostete das gute Wetter den Lichtspielhäusern viel Publikum - insgesamt 850.000 verkaufte Tickets bedeuten, dass es das bisher schwächste Kinowochenende des Jahres war, wie das Branchenblatt "Blickpunkt:Film" mitteilt. Dementsprechend reichten rund 55.000 Besucher für " Almanya - Willkommen in Deutschland" und " The King's Speech" für die Plätze vier und fünf. Dahinter folgen zwei weitere Neustarts: Rang sechs für den Teenie-Film "Beastly" mit Vanessa Hudgens (50.000 Zuschauer) und Platz sieben für David O. Russells Boxerdrama " The Fighter" (40.000 Besucher).

feb/dpa/Reuters