Box Office: Nichts ist impossible, Tom Cruise - DER SPIEGEL
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Box Office Nichts ist impossible, Tom Cruise

Geheimagent schlägt Detektiv - und umgekehrt: In den USA verweist "Mission: Impossible 4" Guy Ritchies zweiten "Sherlock Holmes"-Film auf den zweiten Platz. Die Deutschen dagegen ziehen am Weihnachtswochenende die zotige britische Kriminalkomödie dem Actionspektakel mit Tom Cruise vor.
Hängepartie in Dubai: Szene aus "Mission: Impossible - Phantom Protokoll"
Hängepartie in Dubai: Szene aus "Mission: Impossible - Phantom Protokoll"

Hängepartie in Dubai: Szene aus "Mission: Impossible - Phantom Protokoll"

Foto: Paramount Pictures
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Los Angeles/Hamburg - Nachdem "Mission: Impossible - Ghost Protocol" (in Deutschland "Mission: Impossible - Phantom Protokoll") in den USA zunächst nur in 425 Kinos angelaufen war, brachte am Weihnachtswochenende ein breiter Start dem Film erwartungsgemäß Platz eins der Kinocharts ein. Schon nach dem zweiten Wochenende hat die neue Folge der "Mission: Impossible"-Saga über die Hälfte der Einnahmen eingespielt, die der dritte Teil insgesamt zu verzeichnen hatte. Laut "Blickpunkt Film" spielte der Action-Thriller von Freitag bis Montag in den USA 46,2 Millionen Dollar ein und steht damit insgesamt bei 78,6 Million Dollar.

Das Gesamteinspielergebnis des Vorgängers, "Mission: Impossible III", von 134 Millionen Dollar dürfte also kaum ein Problem darstellen. Und auch das Ergebnis des bisher erfolgreichsten Teils "Mission: Impossible 2", der es im Jahr 2000 auf 215,4 Millionen Dollar gebracht hatte, ist nicht allzu fern.

Damit fiel der Vorwochenspitzenreiter "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" in den USA auf Platz zwei zurück; auf den dritten Platz der US-Kinocharts kam die Streifenhörnchen-Animation "Alvin und die Chipmunks 3: Chipbruch". Die Kleinsäugetiere mit den Fiepsstimmen können in den Vereinigten Staaten auf eine lange Tradition zurückblicken: Sie traten erstmals zum Weihnachtsfest 1958 mit der Ballade "Christmas don't be late " in die Öffentlichkeit und sind seither fester Bestandteil der weihnachtlichen Popkultur.

Auf den Plätzen vier bis acht folgen die Stieg-Larsson-Neuverfilmung "Verblendung" (19,4 Millionen Dollar), "Die Abenteuer von Tim und Struppi" (16,1 Millionen Dollar), "Wir kaufen einen Zoo" (15,6 Millionen Dollar) und "The Darkest Hour" (5,5 Millionen Dollar). Der einzige echte Gewinner unter den Neustarts ist Steven Spielbergs Pferdedrama "War Horse", das mit über 15 Millionen Dollar Umsatz auf Platz fünf landete, obwohl der Film erst am Sonntag gestartet war.

Deutsche mögen es geruhsamer

Ein Bombenanschlag, der den Kreml zerstört? Ein Sturz aus dem Burj Khalifa in Dubai, dem höchsten Gebäude der Welt? Die Deutschen mögen es zum Fest offensichtlich mehrheitlich ein wenig geruhsamer. Der vierte "Mission: Impossible"-Teil kam bei uns am Weihnachtswochenende nur auf Platz vier - nach Umsatz allerdings auf Platz drei. Immerhin noch gut 150.000 Besucher lockte Tom Cruise in die Kinos - ebenso wie "Alvin und die Chipmunks 3: Chipbruch".

Mit etwas mehr als 250.000 Besuchern blieb "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" zwar unter dem Startergebnis des ersten Teils, der Anfang 2010 mehr als 410.000 Besucher in die Kinos gelockt hatte, übernahm am Weihnachtswochenende aber Platz eins der deutschen Kinocharts.

Vorwochenspitzenreiter "Der gestiefelte Kater" belegte mit etwas mehr als 200.000 Besuchern Platz zwei und dürfte insgesamt schon die 1,5-Millionen-Besucher-Marke geknackt haben. "Rubbeldiekatz" kam mit gut 165.000 Zuschauern auf Platz drei.

George Clooneys Politikerdrama "The Ides of March" schaffte mit etwas über 30.000 Besuchern den Sprung in die Top Ten. Marcus H. Rosenmüllers "Der Sommer der Gaukler " landete als weiterer Neustart mit rund 5000 verkauften Tickets ebenfalls in den Top 20.