Box Office: Pinguine cooler als Bond - DER SPIEGEL
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Box Office Pinguine cooler als Bond

Beide tragen Smoking, sind kaltschnäuzig und machen in Extremlagen eine gute Figur. Dennoch haben die Pinguine aus "Happy Feet" den Superagenten 007 am Box Office abgehängt.
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Zuschauerherzen erobern und dabei eiskalt Kasse machen, das gelingt zurzeit keinem Leinwandhelden besser als dem Pinguin. Seit der Propagandafilm "Die Reise der Pinguine" den Marsch von Kaiserpinguinen durch die Antarktis als Passionsgeschichte mit Durchhalte-Appell präsentierte, hat der Frackträger Hochkonjunktur in Werbung, Kunst und Kino.

In Amerika watscheln die Pinguine jetzt sogar dem coolsten Smokingträger des Action-Kinos davon. "Happy Feet" , ein computeranimiertes Musical um einen steptanzenden Pinguin, stach James Bond aus und belegt vor dem 007-Abenteuer "Casino Royale" den ersten Platz am Box Office (42,3 Millionen Dollar). Der 21. Bond-Film spielte beim US-Start immerhin 40,6 Millionen Dollar ein und hat mit vorerst noch geschätzten 42,2 Millionen Dollar das mit Abstand beste Einspielergebnis aller Filme am vergangenen Wochenende außerhalb Nordamerikas erzielt.

Platz drei geht an den umstrittensten Kasachen des Kinos, "Borat" (14,3 Millionen Dollar); der Weihnachtsklamauk "Santa Clause 3 - Eine frostige Bescherung" kam mit 8,2 Millionen Dollar auf Platz vier. Schlusslicht der Top Fünf: "Flutsch & weg", eine Komödie der "Wallace & Gromit"-Macher um einen britischen Snob, der in den Wirren der Londoner Unterwelt abtaucht.

Deutschland hat weiterhin die Kleinen im Blick: "7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug" schaffte es mit geschätzten 325.000 Zuschauern zum vierten Mal an die Spitze der Charts. Dahinter ulkt sich Sacha Baron Cohen als "Borat" durch Amerika (260.000 Besucher).

Auf Platz drei die neu gestartete Verwechslungskomödie "Wo ist Fred": Til Schweiger spielt einen hemdsärmeligen Polier, der einen Behinderten spielt. Warum? Weil sich deutsche Drehbuchautoren für keinen kruden Plot zu schade sind, wenn es um romantische Komödien geht (etwas mehr als 200.000 Besucher). Platz vier belegt die digital animierte Komödie "Jagdfieber" um die Auswilderung eines zivilisationsverwöhnten Grizzlys (200.000 Zuschauer). Die Top Five beschließt das Modemärchen "Der Teufel trägt Prada" (125.000 Kinogänger).

Neu im Kino: Woody Allens herziger Komödienstadl "Scoop"(60.000 Zuschauer); "Die Super-Ex" mit Uma-Thurman als supergenervter Superheldin (45.000 Besucher) und "Der letzte Kuss", ein romantisches Drama um die Beziehungsnöte der Twentysomethings (15.000 Zuschauer).

Ausbeute der Kinobetreiber, eine Woche vor Start er großen Agentensause "Casino Royale": 1,7 Millionen Kinotickets.

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