Box Office Rache rechnet sich
Uma Thurman säbelte sich am vergangenen Wochenende aus dem Stand an die Spitze der US-Kinocharts. "Kill Bill - Vol. 2", der zweite Teil von Quentin Tarantinos Rache-Epos brachte am Startwochenende in den USA 25,6 Millionen Dollar in die Kinokassen. Damit spielte der Film 16 Prozent mehr ein als Teil eins, der im vergangenen Oktober angelaufen war. Insgesamt hatte "Vol. 1" in den USA knapp 70 Millionen Dollar eingespielt, weltweit etwa 180 Millionen. Seit "Vol. 1" auf Video erschienen ist, hat der Film noch einmal 40 Millionen eingebracht. Gekostet haben Teil eins und zwei zusammen nur 60 Millionen Dollar.
Auch auf dem zweiten Platz der US-Charts spielt Rache eine wichtige Rolle, die Comic-Verfilmung "The Punisher" mit John Travolta als Bösewicht spielte an seinem Startwochenende 14 Millionen Dollar ein. Thomas Jane spielt darin einen ehemaligen FBI-Agenten, der den Mörder seiner Familie jagt.
Auf Platz drei landete die ebenfalls neu gestartete "Johnson Family Vacation", eine Komödie über familiäre Verwicklungen im Urlaub. 6,4 Millionen brachte der Film ein. Direkt dahinter konnte sich ein weiterer Comicheld platzieren, Ron Perlmans rothäutiger Satansbraten "Hellboy" spielte in seiner dritten Woche noch einmal 5,7 Millionen ein. Nur knapp dahinter blieb mit 5,4 Millionen Dollar Einspielergebnis Disneys animierte Kuh-Komödie "Home on the Range", die in der vergangenen Woche gestartet war.
Mel Gibsons "Passion of the Christ" spielte erneut gut 4 Millionen Dollar ein und landete auf Platz neun. Insgesamt hat die filmische Kreuzigung damit allein in den USA 360,9 Millionen eingebracht. Für einen desaströsen zehnten Platz hingegen reichten 4 Millionen Dollar Einspielergebnis für das patriotische Blut-und-Boden-Drama "The Alamo", das in der Vorwoche gestartet war. Produktion und Vermarktung des Films haben 140 Millionen Dollar gekostet, eingebracht hat er bislang 16,3 Millionen.
Gar nicht in die Top Ten schaffte es der Neustart "Connie and Carla", eine Komödie über zwei Musical-Sängerinnen, die sich als Männer ausgeben, um dem organisierten Verbrechen zu entkommen - eine Art umgekehrtes "Manche mögen's heiß" also. Der Film stammt von Nia Vardalos, die vor zwei Jahren mit "My Big Fat Greek Wedding" einen sensationellen Überraschungserfolg hingelegt hatte.
Insgesamt trugen die US-Filmfans für die Top Zwölf 86,6 Millionen Dollar in die Kinos, zwei Prozent weniger als am gleichen Wochenende im Vorjahr.
In den deutschen Kinos regieren uinterdessen auch weiterhin Disneys "Bärenbrüder". Kein Neuzugang kam an dem Zeichentrickfilm vorbei, mit 175.000 Besuchern landete er zum fünften Mal auf Platz 1, wie der Branchendienst "Blickpunkt: Film" meldet. Die Zahlen für das vergangene Wochenende sind an sich nicht allzu eindrucksvoll, zeigen aber, wie schwach die übrigen Wettbewerber und vor allem die Neustarts momentan sind.
Diesmal war es der mit 340 Kopien gestartete Zombie-Hit "Dawn of the Dead", der es nur bis Platz zwei schaffte: Etwa 125.000 Zuschauer wollten das Remake eines Horrorfilms aus den Siebzigern sehen. Darauf folgen "Hidalgo" (ebenfalls neu gestartet) mit etwa 100.000 Kinogängern, "Die purpurnen Flüsse 2" mit 80.000 Besuchern und "Starsky & Hutch" mit knapp 80.000 Zuschauern. Auf Platz sieben landete "Monster" (106 Startkopien) mit dem besten Schnitt der Woche: 55.000 Besucher wollten den Independentfilm sehen. Außerdem neu: "Unter der Sonne der Toskana" kam mit 25.000 Besuchern gerade einmal auf Platz 15. Insgesamt gingen 1,2 Millionen Menschen in die deutschen Kinos.