Box Office Reibach mit Rache
"Die Fremde in dir" heißt der Thriller; die Rolle passt bestens ins Portfolio von Jodie Foster: Wie in ihren vergangenen Filmen, "Flight Plan" und "Panic Room", spielt sie die alleinstehende Frau, die im Angesicht massiver Bedrohung wehrhaft wird und die Ordnung wieder herstellt. "The Brave One", so der Originaltitel, handelt von einer Radiomoderatorin, deren Verlobter von einer Gang ermordet wird, was einen Rachefeldzug zur Folge hat. 13,56 Millionen Dollar spielte der Thriller ein.
Auf Platz zwei der amerikanischen Charts: Der melancholische Spätwestern "3:10 to Yuma" mit Russell Crowe und Christian Bale in den Hauptrollen (9,2 Millionen Dollar in der zweiten Woche).
Auf den dritten Platz traut sich "Mr. Woodock", eine trotz "verheerender Besprechungen" ("blickpunkt:film") mit 8,6 Millionen Dollar Einspielergebnis gestartete Heiratsklamotte. Auf Platz vier der Teen-Klamauk "Superbad" und auf Platz fünf Rob Zombies zünftiges Remake des Horrorklassikers "Halloween".
Deutschland findet nach wie vor den Identitätssucher Jason Bourne anziehend: Der dritte Teil der Thrillerserie, "The Bourne Ultimatum", hielt sich mit 260.000 Zuschauern weiter auf Platz eins. Auf Platz spülte es die surfenden Pinguine aus "Könige der Wellen" (150.000 Zuschauer). Stattliche 135.000 Besucher riskierten einen Blick in das horrible "Zimmer 1408" ). Von der Koch-Komödie "Rezept zum Verlieben", ein Remake des deutschen Films "Bella Martha" naschten nur 90.000 Zuschauer (Platz vier), "Beim ersten Mal", den herzigen Spaß um einen One-Night-Stand mit Folgen, sahen 75.000 Kinobesucher.
Racherausch auch im deutschen Kino: In "Death Sentence Todesurteil" demontiert Kevin Bacon als amoklaufender Spießer nachhaltig das bürgerliche Subjekt. Ebenfalls eine Demontage sozialer Strukturen, allerdings ungleich subtiler: "Yella", Christian Petzolds großartiges Road Movie mit Nina Hoss und Devid Striesow (15.000 Besucher, Platz 14).
Der zurzeit größte weibliche Hollywood-Star hat in Deutschland das Nachsehen: Angelina Jolie überzeugt zwar darstellerisch im Polit-Drama "Ein mutiger Weg". Den Film wollten aber nur 12.000 Zuschauer sehen.
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