Box Office: Riesen-Action, Zwergen-Klamauk - DER SPIEGEL
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Box Office Riesen-Action, Zwergen-Klamauk

Mochten "Die Unglaublichen", Disneys animierte Superhelden, noch so unglaublich sein - Jerry Bruckheimer vertrieb sie von der US-Chartspitze mit dem Actionspektakel "National Treasure". In Deutschland machten die Kleinen erneut groß Kasse: Platz eins für "7 Zwerge - Männer allein im Wald".
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Zuletzt verlief seine Karriere alles andere als filmreif: Nicolas Cage trat in mäßig erfolgreichen Werken wie "Tricks" (2003) und "Windtalkers" (2002) auf und wartete auf einen Hit. Mit "National Treasure" spielt der Oscar-Preisträger jetzt wieder ganz vorne mit: Überraschende 35,5 Millionen Dollar konnte das von Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik") produzierte Actionspektakel um eine Schatzsuche am Startwochenende verbuchen.

Auf Platz zwei ebenfalls ein Neustart: "The Spongebob Squarepants Movie". Der nach einer Fernsehserie konzipierte Zeichentrickfilm handelt von einem Schwamm, der davon träumt, Manager von Krusty Krab II zu werden, der erfolgreichsten Business-Krabbe am Meeresboden. 33,5 Millionen Dollar erwirtschaftete der Film aus dem Hause Paramount, in dem Stars wie David Hasselhoff und Scarlett Johansson Sprechrollen haben.

Auf Platz drei die von den "National Treasure" entthronten "Unglaublichen": Der Animationsfilm um eine Superheldenfamilie in Nöten kam am dritten Wochenende zwar nur noch auf 26,8 Millionen Dollar, schraubte ihr Einspielergebnis jedoch als mittlerweile erfolgreichster Blockbuster der Herbstsaison auf insgesamt 177,8 Mio. Dollar hoch.

"Der Polar Express", das aufwändig computeranimierte Eisenbahn-Abenteuer mit Tom Hanks, fiel mit 15,2 Millionen Dollar auf den vierten Platz ab. Auf Platz fünf flirtet und witzelt Renée Zellweger als romantische Antiheldin in "Bridget Jones: The Edge of Reason". 12,5 Millionen Dollar war den amerikanischen Kinogängern das pannenreiche Liebesleben der Titelheldin wert.

In Deutschland wird unterdessen munter weiter geblödelt. Nationale Folklore in krachlederner Verballhornung zahlt sich aus: Mit 550.000 Zuschauern am Wochenende nahm "7 Zwerge - Männer allein im Wald" die Fünf-Millionen-Besucher-Hürde und sicherte sich erneut den ersten Platz. Ungleich subtiler geht es in "Darf ich bitten" zu: Das romantische Drama beschert Jennifer Lopez und Richard Gere ein melancholisches Stelldichein und seinen Machern 220.000 Zuschauer.

Auf Platz drei kämpft Julianne Moore in "Die Vergessenen" weiterhin gegen Bösewichter, deren Identität nur um den Preis der lauen Pointe verraten werden darf. 130.000 Zuschauer kamen für den Verschwörungsthriller ins Kino. Platz vier geht an den erschreckend uninspirierten Action-Horror-Film "Alien versus Predator" (95.000 Zuschauer).

Auf Platz fünf dafür eine Überraschung: Der türkische Science-Fiction-Klamauk "G.O.R.A." um Aliens, die einen anatolischen Ziegenhirten entführen, kam bei 73 Startkopien auf voraussichtlich 65.000 Zuschauer. "Bad Santa", die ultimative Abrechnung mit dem Fest der Liebe in der Gestalt von Billy Bob Thornton als hasserfülltem Nikolaus ergatterte den siebten Platz (146 Startkopien, 50.000 Zuschauer). Der neu gestartete "Sky Captain and the World of Tomorrow", ein Science-Fiction-Spektakel mit Jude Law, Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie, kam mit 33.000 Kinogängern nur auf den zehnten Platz.

Weitere Neustarts: Joseph Vilsmaiers historisches Bergdrama "Bergkristall" (33.000 Besucher), der in Amerika enorm erfolgreiche Horrorfilm "Exorzist: Der Anfang" (25.000 Zuschauer, Platz 14) und die beim diesjährigen Cannes-Festival gefeierte romantische Komödie "Schau mich an!". Insgesamt hatten nur 1,6 Millionen Kinogänger Lust auf bewegte Bilder.