Box Office: Roboter besiegen Spider-Man - DER SPIEGEL
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Box Office Roboter besiegen Spider-Man

Mensch gegen Maschine: ein altes Thema - aber immer wieder für einen Kassenknüller gut. In Amerika vertrieb das Science-Fiction-Spektakel "I, Robot" den Spinnenmann von der Spitze der Kinocharts. In Deutschland ist "Spider-Man 2" weiterhin die Nummer eins, gefolgt vom grünen Monster Shrek.
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Roboterrebellen auf Siegeszug: "I, Robot", ein Science-Fiction-Spektakel um den Aufstand der Maschinenwelt gegen die Menschen, ist die neue Nummer eins der US-Kinocharts. 52,35 Millionen Dollar spielte der Blockbuster ein - für Will Smith, den Star des Films, das beste Startergebnis seiner Karriere.

Spätestens seit Erfolgen wie "Independence Day" und "Men In Black" gilt Smith als Kassenmagnet. "Herrje, dieser Typ bringt Filme nach vorne", zitiert der Nachrichtensender CNN Bruce Snyder, den Verleihschef der 20th Century Fox. "Er ist einfach so liebenswürdig, dass er etwas tendenziell Kaltes wie Science Fiction in etwas Freundliches und Unterhaltsames verwandelt."

Liebenswürdigkeit zeichnet auch Peter Parker alias Spider-Man aus; der vom Pech verfolgte Anti-Superheld rutschte an der Kinokasse mit 24,2 Millionen Dollar allerdings auf Platz zwei. Nach 19 Tagen hat der Film damit stolze 301,7 Millionen Dollar eingespielt. Auf Platz drei landete mit 13,8 Millionen Dollar der neu gestartet "A Cinderella Story", eine romantische Komödie mit Teenie-Idol Hillary Duff.

Platz vier besetzt die TV-Satire "Anchorman" (13,4 Millionen), Platz fünf Michael Moores umstrittene Polit-Dokumentation "Fahrenheit 9/11" (sieben Millionen). Noch weitere sieben Millionen würden dem Film zu einem Rekord verhelfen: Er wäre die erste Dokumentation, die in den USA die 100-Millionen-Dollar-Hürde nimmt.

Zwei kleine anspruchsvolle Produktionen starteten in begrenztem Umfang, spielten dafür aber respektable Summen ein. Das Familiendrama "The Door in the Floor", in 47 Kinos gestartet, präsentiert Jeff Bridges und Kim Basinger als schicksalsgeplagte Gatten und spielte knapp 445.000 Dollar ein. "Maria Full of Grace", ein kleines Drama um eine 17-jährige Drogenschmugglerin, das letztes Jahr den Publikumspreis des Sundance-Festivals gewann, kam mit sieben Kinos immerhin noch auf 124.000 Dollar.

In Deutschland bekamen die Top-Filme am Wochenende einen ganz unfilmischen Konkurrenten: das strahlende Sommerwetter. "Spider-Man 2 " und "Shrek 2" hielten sich an der Spitze, bauten aber jeweils um mehr als 50 Prozent ab. "Spider-Man 2", immer noch die Nummer eins der deutschen Kinocharts, brachte es auf rund 510.000 Besucher.

Das grüne Märchenmonster Shrek lockte mit dem zweiten Teil seiner Abenteuer 455.000 Zuschauer in die Kinosäle. Auf Platz drei der erste Neuling in den Top Ten: Die mit 244 Kopien vorsichtig gestartete Komödie "Die Frauen von Stepford" kam auf rund 95.000 Zuschauer. Der Film zeigt Nicole Kidman als gestresste TV-Managerin, die in einem gespenstischen Vorort unschuldige Ehefrauen vor dem Roboterdasein retten muss.

Auf Platz vier hält sich "Harry und der Gefangene von Askaban": Nach sieben Wochen Laufzeit steht das Märchenspektakel kurz vor der Sechs-Millionen-Zuschauer-Marke. Kraftlos startete die Actionkomödie "Walking Tall - Auf eigene Faust". Trotz Muskelspiel von Ex-Wrestler Dwayne "The Rock" Johnson wollten nur 45.000 Kinogänger den Film sehen.

Die neu gestartete Fress-Doku "Super Size Me" kam mit 35.000 Zuschauern auf einen respektablen siebten Platz. Außerdem neu in den Top 20: "Der schönste Tag in meinem Leben", eine italienische Familienködie, die mit 6000 Zuschauern auf Platz 16 landete. Insgesamt amüsierten sich etwa 1,5 Millionen Kinogänger mit Spinnenmännern, Roboterfrauen und verfressenen Dokumentarfilmern.

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