Box Office: Rohe Ostern in den USA - DER SPIEGEL
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Box Office Rohe Ostern in den USA

Amerikanische Kinobesucher litten am Wochenende nochmals in Scharen mit dem Gekreuzigten, deutsche liebten es eher knuffig. Während in den USA "The Passion of the Christ" noch einmal ganz oben in den Kinocharts landete, setzten sich in Deutschland erneut Disneys Trickfilm "Bärenbrüder" durch.
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Mel Gibsons Kreuzigungs-Schocker "The Passion of the Christ" hat es über Ostern geschafft, erneut die Spitze der amerikanischen Box-Office-Charts zu erobern. Gut 17 Millionen Dollar spielte der Film am Wochenende ein, der US-Verleih Newmarket hatte die Kopienzahl über die Feiertage noch einmal um 200 erhöht. Inzwischen liegt die "Passion" damit auf Platz acht der in den USA erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Der gehörnte Comicheld "Hellboy" rutschte mit einem Einspielergebnis von elf Millionen Dollar auf Platz zwei ab. Disneys 100 Millionen Dollar teures Remake des Märtyrer-Westerns "The Alamo" (mit Dennis Quaid und Billy Bob Thornton) schaffte es an seinem Startwochenende mit gut neun Millionen Dollar Einspielergebnis nur auf Platz drei, gleichauf mit "Johnson Family Vacation", einer Urlaubskomödie mit Cedric the Entertainer und Shannon Elizabeth. Das schwache Ergebnis von "The Alamo", eine neue Version des John-Wayne-Westerns von 1960, könnte den ohnehin angeschlagenen Disney-Konzern vor ernsthafte Probleme stellen.

"The Whole Ten Yards", die Fortsetzung des Berufskiller-Klamauks "The Whole Nine Yards" (2000) mit Bruce Willis und "Friends"-Star Matthew Perry landete mit einem Startergebnis von 6,7 Millionen Dollar auf Platz acht, die Märchen-Romanze "Ella Enchanted" mit 6,1 Millionen auf Platz neun. "The Girl Next Door", eine ebenfalls neu gestartete Komödie über eine Pornodarstellerin, die von Elisha Cuthbert aus der TV-Serie "24" gespielt wird, belegte mit sechs Millionen Dollar Einspielergebnis Platz zehn.

"The Passion of the Christ" hat inzwischen in den USA insgesamt fast 355 Millionen Dollar eingespielt. Wenn der Film die 400-Millionen-Marke durchbrechen sollte, kann er "Spiderman" an Platz fünf der erfolgreichsten US-Filme ablösen.

Die deutschen Kinobesucher zogen auch am Osterwochenende Disneys "Bärenbrüder" der blutigen "Passion" vor. Disneys knuddelige Zeichentrick-Bären landeten mit 255.000 Besuchern zum vierten Mal in Folge auf Platz eins, die "Passion" mit 180.000 Besuchern auf Platz 2. Insgesamt legte Gibsons Bibelfilm jedoch zu und schaffte am Wochenende den Sprung über die Eine-Million-Zuschauer-Marke. "Hidalgo" (490 Startkopien), ein Abenteuerfilm mit Viggo "Aragorn" Mortensen schaffte es als bester Neuzugang auf Platz drei, mit ebenfalls knapp 180.000 Besuchern.

Darauf folgt der Action-Thriller "Die purpurnen Flüsse 2" (252 Startkopien) mit 160.000 Besuchern und dem besten Kopienschnitt der Top Ten. "Starsky & Hutch" erreichte in der dritten Woche mit 150.000 Kinogängern Platz fünf.

Neustart "Big Fish" (251 Startkopien) von Tim Burton schaffte es mit 95.000 Zuschauern nur auf Platz sechs, der Thriller "Taking Lives" (402 Startkopien) mit Angelina Jolie lockte nur etwa 90.000 Fans in die Kinos. Auf Platz zehn erlebte "Ein Kater macht Theater" (mit Mike Myers, 497 Startkopien) eine Bauchlandung, nur 65.000 Besucher sahen sich den Film an. Insgesamt gingen am Osterwochenende nur 1,8 Millionen Besucher in die deutsche Kinos.