Box Office: Schatz und Schätzchen an der Spitze - DER SPIEGEL
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Box Office Schatz und Schätzchen an der Spitze

Amerika geht weiter auf Schatzsuche: Der von Jerry Bruckheimer produzierte Indiana-Jones-Verschnitt "Das Vermächtnis der Tempelritter" behauptet sich erneut an der Spitze der Kino-Charts. Deutschland verliebte sich hingegen in Renée Zellweger als liebenswerten Pannen-Single in "Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns".
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Nicolas Cage war auch am traditionell schwachen Wochenende nach Thanksgiving der Schatz der amerikanischen Kinogänger: "Das Vermächtnis der Tempelritter", die von Jerry Bruckheimer produzierte Action-Schnitzeljagd, brachte es in der dritten Woche auf 17,1 Millionen Dollar Einspielergebnis. Insgesamt hat der Blockbuster bereits 110,2 Millionen Dollar umgesetzt.

Auf Platz zwei witzeln sich Tim Allen und Jamie Lee Curtis durch die Festtagskomödie "Verrückte Weihnachten" ( 11,7 Millionen Dollar), auf Platz drei braust "Der Polar-Express" mit elf Millionen Dollar durch die Kinos. Der von den Warner Brothers Studios für stolze 170 Millionen Dollar produzierte digitale Animationsfilm kommt damit bisher auf ein Einspielergebnis von 96,4 Millionen Dollar. Auch auf Platz vier ein Blockbuster aus Bits und Bytes: Die Superhelden-Komödie "Die Unglaublichen" kann ein Gesamtergebnis von mittlerweile 226 Millionen Dollar verbuchen.

Einziger Neustart des Wochenendes: Das Beziehungsdrama "Hautnah" mit Julia Roberts, Jude Law, Natalie Portman und Clive Owen ("Arthur") in den Hauptrollen. Der anspruchsvolle, von Mike Nichols nach einem Theaterstück von Patrick Marber inszenierte Ensemble-Film wurde zwar nur in 476 Kinos gestartet, kam jedoch auf den sechsten Platz nach der Kinderproduktion "Der SpongeBob-Schwammkopf-Film".

"Hautnah" zeigt Roberts als Fotografin, die einen Arzt heiratet, jedoch eine verhängnisvolle Affäre mit einem Autor (Law) beginnt. Dieser ist wiederum mit einer Stripperin (Portman) liiert, die sich nach der Trennung mit dem von Clive Owen gespielten Mediziner einlässt. Man habe den Film, anders als die Blockbuster, die in mehr als 3100 Kinos anlaufen, in deutlich weniger Häusern gestartet, um den Film "Zeit zu reifen" zu geben, so ein Sprecher des Vetriebs. Der Film sei "gewagt und provokant. Die Leute werden darüber reden".

Auf Platz sieben schließlich kämpft Alexander weiter tapfer um wenig begeisterte Publikum: Am zweiten Wochenende spielte Oliver Stones Historien-Drama um den antiken Feldherrn nur 5,7 Millionen Dollar ein.

Anders als die amerikanischen Nicolas-Cage-Fans haben die Deutschen einen anderen Schatz: "Bridget Jones - Am Rande des Nervenzusammenbruchs" verwies mit 460.000 Besuchern "Das Vermächtnis der Tempelritter" nach nur einer Woche auf Platz zwei der Kinocharts. Auf Platz drei hält "Der Polar Express" (240.000 Zuschauer), gefolgt vom deutschen Märchen-Klamauk "7 Zwerge - Männer allein im Wald" (20.000 Besucher). Schlusslicht der Top Fünf: "Verrückte Weihnachten" mit rund 90.000 Zuschauern.

Hans Weingartners anspruchsvolle Komödie "Die fetten Jahre sind vorbei" behauptete sich mit einer humorvollen Mischung aus Ironie und Systemkritik auf Platz sechs der Charts und kam am zweiten Wochenende noch einmal auf knapp 75.000 Besucher. Einziger weiterer Neuling unter den ersten Zwanzig: die kanadische Produktion "Die große Verführung". 15.000 Zuschauer hatten Lust auf die Komödie um ein franko-kanadisches Fischerdorf, das nur dann Subventionen erhält, wenn sich ein Arzt auf dem verlassenen Eiland niederlässt. Insgesamt kamen trotz winterlichen Kinowetters nur 1,8 Millionen Zuschauer in die Lichtspielhäuser.

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