Box Office: Schlapper Prinz von Narnia - DER SPIEGEL
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Box Office Schlapper Prinz von Narnia

Einen königlichen Start hat er nicht hingelegt, der "Prinz Kaspian von Narnia" - dennoch schaffte es der zweite Teil der Trilogie in den USA auf Platz eins der Kinocharts. Die Deutschen lachten lieber über Cameron Diaz. Und der "Speed Racer" kommt nirgendwo in Fahrt.
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Hamburg - Fantastisch, aber irgendwie auch nicht: An diesem Wochenende startete in den USA das Disney-Sequel "Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia". Immerhin: Der Film konnte die Spitze der Charts erklimmen. Und die in 3929 Kinos eingespielten 56,0 Millionen Dollar sind zwar ein gutes Ergebnis - überragend ist das allerdings nicht. Denn laut "Blickpunkt: Film" hatten Analysten dem Fantasyfilm ein Startergebnis von 80 Millionen Dollar prophezeit. Wohl eine etwas überzogene Erwartung, denn der erste Teil, "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia ", war vor zweieinhalb Jahren mit 65,5 Millionen Dollar gestartet, also weit entfernt von den prognostizierten 80 Millionen Dollar. Aber er stand auch nicht vor dem Problem, dass am Wochenende darauf "Indiana Jones" anläuft - die erste Fortsetzung des Schlapphut-Spektakels seit 19 Jahren und vermutlich eine äußerst starke Konkurrenz an der Kinokasse.

"Iron Man" mit Robert Downey Jr. in der Hauptrolle kam am dritten Wochenende in den USA auf Platz zwei und spielte 31,2 Millionen Dollar ein - ein Minus von nur 39 Prozent. Marvels Superhelden-Verfilmung ist damit der erste Film in diesem Jahr, der im Gesamteinspiel die 200-Millionen-Dollar-Einspielhürde nehmen konnte.

Auf Platz drei bewies auch "Love Vegas" mit Ashton Kutcher und Cameron Diaz mit eingespielten 13,8 Millionen Dollar Stehvermögen. Bei einem Minus von nur 31 Prozent steht das Liebes-Lachspiel bei insgesamt 40,3 Millionen Dollar.

Der "Speed Racer" dagegen nimmt überhaupt keine Fahrt auf. An seinem zweiten Wochenende konnte das Actionspektakel der Wachowski-Brüder ("Matrix"-Trilogie) nur noch 7,6 Millionen Dollar einspielen, ein Minus von 59 Prozent (Gesamteinspiel: 29,8 Millionen Dollar). "Baby Mama", eine Komödie über eine Frau, die mit 37 Jahren unbedingt ein Kind bekommen möchte, beschließt die Top fünf mit einem Einspielergebnis von 4,9 Millionen Dollar.

Nach den Katastrophenzahlen des Vorwochenendes ging es in den deutschen Kinos wieder aufwärts, zumindest ein bisschen: Insgesamt registrierten die deutschen Kinos knapp eine Millionen Besucher.

Auf Platz eins liegt weiterhin "Love Vegas ", der laut "Blickpunkt: Film" ein Plus von fast 25 Prozent verzeichnete und an seinem zweiten Wochenende auf etwas mehr als 230.000 Besucher kam. Auch auf Platz zwei liebt man sich: Der Neustart "Verliebt in die Braut" mit Patrick Dempsey wurde in 493 Kinos von 135.000 Zuschauern gesehen. Marvels "Iron Man" schrieb auch an seinem dritten Wochenende noch sechsstellige Zahlen. Solide hält sich "Sommer ", der am vierten Wochenende mit etwas mehr als 60.000 Besuchern Platz vier belegte, vor "Urmel voll in Fahrt ". Der konnte sich bei Petrus und den Schulbehörden bedanken: Wegen schlechten Wetters sowie der Ferien schaffte der Film ein Plus von 400 Prozent und ging an seinem dritten Wochenende mit etwas mehr als 50.000 Kinogängern durchs Ziel.

Als zweiter Neuling des Wochenendes kam "Brügge sehen... und sterben" in 97 deutschen Kinos mit 45.000 Zuschauern auf Platz sechs. "Ein Mann für alle Unfälle" schaffte es lediglich auf 15.000 Besucher - und in 107 Kinos. Rasant bergab ging es - wie in den USA - für den "Speed Racer ". Mit 581 Kopien kam der Wachowski-Film an seinem zweiten Wochenende nur noch auf 12.000 Besucher und auf Platz 16. "Blickpunkt: Film" schreibt vom "vielleicht spektakulärsten Flop der deutschen Kinogeschichte".

tdo