Box Office So viel "Transformers" war nie
Regiert die Kinocharts mit eiserner Hand: Szene aus "Transformers 3"
Foto: Paramount PicturesHamburg/Los Angeles - Zwölf Tage nach seinem Kinodebüt ist Michael Bays Actionfilm " Transformers 3" bereits der umsatzstärkste Film des Jahres in den amerikanischen Kinos. Mit einem Einspielergebnis von bisher insgesamt 261 Millionen Dollar hat das Maschinengetöse den bisherigen Spitzenreiter " Hangover 2" überholt, der derzeit bei 250,8 Millionen Dollar liegt.
Auch weltweit liegt "Transformers 3" auf Rekordkurs: 645 Millionen Dollar hat der Film bereits eingespielt, so dass es nur eine Frage der Zeit zu sein scheint, bis er die Milliardenumsatz-Marke durchbricht, die gerade erst der vierte Teil von "Pirates of the Caribbean" als achter Film der Kinogeschichte erreicht hat.
Allerdings könnte schon am kommenden Woche dem Roboterspektakel Konkurrenz in den Rekordlisten erwachsen, denn dann kommt der letzte Teil der "Harry Potter"-Saga in die Kinos.
Während also die Bestmarken in den Kinocharts von den Fortsetzungen bewährter Geschichten gesetzt werden, schafften es am Wochenende zwei neue Stoffe immerhin auf die Plätze zwei und drei der US-Kinocharts - hinter "Transformers 3", der an seinem zweiten Wochenenden 47 Millionen Dollar einspielte.
Mit dem zweiten Platz für "Horrible Bosses" setzt sich der Trend zu Kinohits mit derbem Erwachsenen-Humor fort, der schon "Hangover 2", "Bridesmaids" und "Bad Teacher" zu Erfolgen machte. In "Horrible Bosses" planen drei gequälte Angestellte (gespielt von Jason Bateman, Charlie Day und Jason Sudeikis) den Mord an ihren Vorgesetzten, für deren Rollen die Hollywood-Stars Kevin Spacey, Colin Farrell und Jennifer Aniston gewonnen wurden. 28,1 Millionen Dollar erwirtschaftete die Komödie an den US-Kinokassen, die am 1. September unter dem Titel "Kill the Boss" in die deutschen Kinos kommen soll.
Rang drei für "Zookeeper" mit eingespielten 21 Millionen Dollar ist ein eher mäßiges Ergebnis für den neuen Film mit Kevin James in der Hauptrolle als liebenswertem Tierpfleger, der entdeckt, dass seine Schützlinge sprechen können. Der Film, der in Deutschland als "Der Zoowärter" läuft, leidet allerdings ein wenig unter schlechtem Timing, wie der Branchendienst Box Office Mojo berichtet: Ursprünglich sollte er schon vor über einem Jahr in die Kinos kommen, wurde aber in die finanziellen Schwierigkeiten um die MGM-Studios verwickelt.
Die Top Five der US-Kinocharts vervollständigen "Cars 2" (15,2 Millionen Dollar) und "Bad Teacher", der trotz der Konkurrenz im Humorfach durch "Horrible Bosses" nur 38 Prozent weniger als am Vorwochenende einspielte, nämlich neun Millionen Dollar.
Deutschland ist Kevin-James-Land
In den deutschen Kinos war "Transformers 3" auch an seinem zweiten Wochenende klarer Publikumsfavorit. 415.000 Zuschauer sahen den Film, der damit insgesamt schon 1,7 Millionen Besucher anlockte, wie das Branchenblatt "Blickpunkt:Film" berichtet. Den ersten "Transformers"-Film hat der dritte Teil damit schon überholt, er kam auf insgesamt 1,5 Millionen Zuschauer - und auch das Schlussergebnis des zweiten Teils, 1,9 Millionen Zuschauer, hat "Transformers 3" schon fest im Blick.
Kevin James ist in Deutschland sehr beliebt und auch gern gesehener Gast in Familienshows wie "Wetten, dass ...?". So kann der Star der oft wiederholten TV-Serie "King of Queens" auch als Hauptdarsteller in Spielfilmen die Zuschauer ins Kino locken. Für sein neustes Werk "Der Zoowärter" interessierten sich 280.000 Zuschauer, was für Platz zwei in der deutschen Kino-Rangliste, einen Platz besser als in den USA also, und den besten Neustart reichte.
Allerdings war die Konkurrenz an neuen Filmen nicht sehr stark: Der französische Film "Kleine wahre Lügen" schaffte es mit 12.000 Zuschauern noch unter die ersten 15; das Sozialdrama " Company Men" wollten gar nur 4000 Kinogänger sehen.
Weiterhin gut plaziert unter den meistgesehenen Filmen des Wochenendes sind "Bad Teacher" mit Cameron Diaz auf Platz drei mit 170.000 Zuschauern, "Kung Fu Panda 2" mit 80.000 Besuchern und "Hangover 2" mit noch einmal 70.000 verkauften Kinokarten