Box Office: Später Erfolg des Sniper-Thrillers - DER SPIEGEL
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Box Office Später Erfolg des Sniper-Thrillers

Terror in der Telefonzelle: Der im vergangenen November verschobene Scharfschützen-Thriller "Phone Booth" hat am Wochenende die amerikanischen Kino-Charts erobert. Deutsche Kinobesucher ließen sich erneut von Disneys "Dschungelbuch 2" verzaubern.
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New York/Hamburg - "Phone Booth" (deutscher Titel: "Nicht auflegen!") erreichte bei insgesamt schwacher Konkurrenz mit Kartenverkäufen von 15 Millionen Dollar (14,15 Millionen Euro) den ersten Platz der amerikanischen Box-Office-Charts.

Den Sniper-Thriller von Regisseur Joel Schumacher mit Colin Farell in der Hauptrolle hatte die Verleihfirma 20th Century Fox im letzten November aus aktuellem Anlass verschoben. Damals versetzten im Großraum Washington D.C. zwei Heckenschützen die Bevölkerung mit hinterhältigen Morden in Angst und Schrecken. Nachdem die Täter 13 Menschen erschossen hatten und endlich von der Polizei gefasst worden waren, entschloss sich Fox zu dem um mehrere Monate verzögerten Filmstart am zweiten April-Wochenende.

"Phone Booth" erzählt die Geschichte eines skrupellosen, verheirateten Medienagenten (Farell), der immer dieselbe öffentliche Telefonzelle in der New Yorker City benutzt, um seine Geliebte anzurufen. Eines Tages klingelt das Münztelefon, nachdem er sein Gespräch beendet hat, und ein unbekannter Scharfschütze teilt ihm mit, er habe ihn fest im Visier. Im Folgenden entspinnt sich ein spannendes Psycho-Duell zwischen Täter und Opfer. In Deutschland läuft der an Hitchcock-Inszenierungen erinnernde Film am 17. Juli an.

Auf dem zweiten Platz landete mit 12,1 Millionen Dollar die Teenie-Komödie "What A Girl Wants". "xXx"-Star Vin Diesel schaffte mit seinem neuen Action-Abenteuer "A Man Apart" über einen Agenten im Kampf gegen mexikanische Drogenhändler nur Rang drei.

Insgesamt blieben die Einspielergebnisse mit einem Minus von zehn Prozent deutlich hinter denen des Vergleichswochenendes vom Vorjahr zurück. Den deutlichen Umsatzrückrang, mit dem sich ein seit mehreren Wochen anhaltender Minus-Trend fortsetzte, führt die US-Kinobranche auf den Irak-Krieg zurück. Viele Menschen hätten Angst vor Terroranschlägen. Filmkritiker erklärten jedoch, es seien derzeit einfach nicht genügend gute Filme im Angebot.

In Deutschland konnte sich unterdessen Disneys "Dschungelbuch 2", die Fortsetzung der Abenteuer von Mowgli und seinen tierischen Freunden, an der Spitze der deutschen Kinocharts behaupten. Der Streifen konnte die weiterhin erfolgreiche deutsche Ost-West-Komödie "Good Bye, Lenin!" erneut auf den zweiten Platz verweisen. An die dritte Stelle setzte sich gleich beim Start die Flitterwochen-Komödie "Voll verheiratet", worin sich ein frisch vermähltes Ehepaar nicht glücklich in den Armen liegt, sondern erbittert in den Haaren.

Die deutsche Komödie "Soloalbum" nach dem erfolgreichen Buch von Benjamin von Stuckrad-Barre sackte um einen Rang ab und liegt jetzt auf Platz fünf der Kinohits. Überrundet wurde "Soloalbum" von "The Core - Der innere Kern". Der neu gestartete Science-Fiction-Thriller von Jon Amiel kam auf Anhieb auf den vierten Rang.

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