Box Office Superstart für Superheld
Dem Spinnenmann gingen jede Menge Kinofans ins Netz: Beim US-Start am vergangenen Mittwoch spielte "Spiderman 2" abenteuerliche 40,5 Millionen Dollar ein. Wie Sony Pictures am darauf folgenden Donnerstag stolz verkündete, sei dies der größte Box-Office-Starterfolg aller Zeiten. Damit toppte das Comic-Spektakel um Tobey Maguire als Superheld wider Willen auch das Einspielergebnis des bisherigen Rekordhalters: "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" hatte im Dezember 34,5 Millionen Dollar am ersten Tag erwirtschaftet.
Für ihren Comic-Liebling warfen sich die Fans in Kanada und Amerika sogar in Schale: In den Warteschlangen vor den insgesamt 4152 Kinos, in denen der Film anlief, sah man häufig das rot-blaue Kostüm des von seinen Anhängern liebevoll "Spidey" gerufenen Helden. Nachdem der Blockbuster am Freitag 31,8 Millionen und am Samstag 32,8 Millionen Dollar einspielen konnte, kam die von Sam Raimi gedrehte Comic-Adaption bereits am Wochenende auf 128,8 Millionen Dollar. "Fahrenheit 9/11", Michael Moores Anti-Bush-Dokumentation, belegte mit rund 20 Millionen Dollar Platz zwei der Kinocharts, und "Shrek 2", die digital animierte Märchenparodie knackte die 400 Millionen-Dollar-Marke.
In Deutschland eroberte "Shrek 2" ebenfalls das Kinopublikum. Trotz EM-Finale und streckenweise herrlichem Sommerwetter stieg der Blockbuster mit 830 Startkopien an der Spitze der deutschen Charts ein - mit vorerst noch geschätzten 1,25 Mio. Besuchern. Damit hatte er das zweitbeste Startergebnis des Jahres (nach "Harry Potter 2") und toppte den ersten Teil von 2001 deutlich, der mit 546.643 Zuschauern gestartet war. Dem Start-Erfolg des Fischabenteuers "Findet Nemo (2 Millionen Kinogänger) konnte der grüne Märchenheld aus dem Hause Dreamworks allerdings nicht das Wasser reichen.
Ansonsten publikumswirksame Zauberei und effektvolle Katastrophen: "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" (ca. 250.000 Besucher) und "The Day After Tomorrow" (etwa 130.000 Zuschauer) belegten den zweiten und dritten Platz. In den Top Five landeten außerdem die Teenie-Klamotte "Mädchen Mädchen 2" mit ungefähr 70.000 Kinogängern und der FBI-Thriller "Mindhunters" mit 50.000 Besuchern.
"Der Appartement-Schreck" ein mit 101 Kopien gestarteter Neuling, schaffte nur einen enttäuschenden elften Platz: Die bssige Komödie mit Ben Stiller und Drew Barrymore, die eine alte Dame aus ihrer Wohnung ekeln wollen, brachte es nur auf 18.000 Besucher. Insgesamt gingen zwei Millionen Besucher in die deutschen Kinos - allein 60 Prozent davon amüsierten sich mit "Shrek 2" und seinen märchenhaften Abenteuern.