Box Office: Til Schweiger beweist Stehvermögen - DER SPIEGEL
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Box Office Til Schweiger beweist Stehvermögen

Selbst wenn der Film derzeit Ärger mit der Altersfreigabe in Deutschland hat: Til Schweigers "Keinohrhasen" hoppeln und hoppeln und hoppeln. Und in den USA räumt der zuvor im Internet gehypte Monster-Film "Cloverfield" bestialisch gut ab.
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Will schlägt Til, aber nur knapp: Das Endzeit-Epos "I Am Legend" mit Will Smith hielt sich auch am zweiten Wochenende auf Platz eins der deutschen Kinocharts. Allerdings baute der Schocker 50 Prozent ab und kam laut "Blickpunkt: Film" nur auf etwas mehr als 500.000 Besucher. Sensationell ist indes das Stehvermögen von Til Schweigers "Keinohrhasen", der auch am fünften Wochenende mit 430.000 Zuschauern abermals besser lag als an seinem Startwochenende. Insgesamt hat die Beziehungskomödie mit ihrer teilweise sehr expliziten Sprache, die deswegen gerade von der Freiwilligen Selbstkontrolle erneut auf ihre Altersfreigabe überprüft wird, bereits 3,5 Millionen Kinogänger begeistert.

Einen überraschend starken Auftritt legte auch "P.S. I Love You" hin: Mit dem besten Kopienschnitt des Wochenendes nach Besuchern landete die Liebesgeschichte auf den zweiten, nach Umsätzen auf den dritten Platz. Der Film mit Hilary Swank und Gerard Butler kam in 494 Kinos auf sehr starke 415.000 Zuschauer und komplettierte damit das Blockbuster-Führungstrio.

Die animierten Musikanten-Hörnchen in "Alvin und die Chipmunks" zogen an ihrem fünften Wochenende mit 110.000 Besucher in die Kinos, während die Stephen-King-Verfilmung "Der Nebel" in 248 Kinos mit 65.000 Besuchern etwas schwerfällig auf Platz sechs kroch. Die Bestsellerverfilmung "Drachenläufer" vermeldete am Startwochenende 60.000 Zuschauer, das allerdings in lediglich 75 Kinos - ergo mit sehr gutem Schnitt. Neu in den Top Ten ist der dritte Auftritt türkischer Comedy-Helden mit die "Maskierte Bande", die in 55 Kinos knapp 50.000 Besucher anlockte. Und einen guten Start in 41 Kinos erwischte auch der irische Musicalfilm "Once", das etwas mehr als 20.000 Zuschauer unterhielt.

Insgesamt läuft es gut für die deutschen Kinos, denn erneut wurde die Zwei-Millionen-Kinoticket-Marke genommen: rund 2,3 Millionen Besucher.

In den USA bewies "Cloverfield", dass, anders als noch bei "Snakes on a Plane", das Internet doch ein idealer Marketingort sein kann. Der monatelang in Foren diskutierte Monster-Film setzte sich sich in 3411 Kinos am Martin-Luther-King-Wochenende mit 41 Millionen Dollar an die Spitze der Charts. Laut "Blickpunkt: Film" handelt es sich um den besten Januar-Start aller Zeiten - vor "Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung", der 1997 mit 35,9 Millionen Dollar gestartet war. Bereits am Freitag hatte Paramount mit 16,8 Millionen Dollar das beste Tagesergebnis in einem Januar verzeichnet (vor "Underworld: Evolution" mit 10,2 Millionen Dollar). Allein mit diesem Ergebnis war man besser als der Internet-Hype "Snakes on a Plane" an seinem kompletten Startwochenende.

Der von J.J. Abrams produzierte Blockbuster war nicht der einzige neu gestartete Hit. Das Brautjungfern-Komödchen "27 Dresses" mit Katherine Heigl aus "Grey’s Anatomy" konnte 22,1 Millionen Dollar umsetzen. Und auch der Vorwochenspitzenreiter "Das Beste kommt zum Schluss", der heute in Berlin seine Deutschlandpremiere feiert, hielt sich ausgezeichnet: Rob Reiners Komödie über zwei ältere Herren mit Jack Nicholson und Morgan Freeman in den Hauptrollen kam auf 15,1 Millionen Dollar, womit das Gesamtergebnis auf 42,7 Millionen Dollar geschraubt wurde. Die High-School-Komödie "Juno" baute auf Platz vier nur 25 Prozent ab. Nach 10,2 Millionen Dollar am Wochenende steht der nunmehr erfolgreichste Film in der Geschichte von Fox Searchlight bei 85,4 Millionen Dollar. Nicholas Cage als Indiana-Jones-Klon beschließt mit "Das Vermächtnis des geheimen Buches" die Top fünf mit 8,1 Millionen Dollar.

Genau wie "Alvin und die Chipmunks - Der Kinofilm" (mit 7,0 Millionen Dollar auf Platz acht) steht die Produktion von Jerry Bruckheimer kurz davor, die 200-Millionen-Dollar-Einspielmarke zu nehmen. Fast so gut wie "I Am Legend": Der steht kurz vor 250 Millionen Dollar Gesamteinspielergebnis. Die einzige Enttäuschung des Wochenendes war die Gaunerkomödie "Mad Money" mit Diane Keaton und Tom Cruise-Gattin Katie Holmes, die in 2470 Kinos nur 7,7 Millionen Dollar einspielte.

tdo