Box Office: Triumph der Titanen - DER SPIEGEL
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Box Office Triumph der Titanen

In den USA holte sich das Fantasy-Spektakel "Kampf der Titanen" die Nummer eins - ein echter 3-D-Erfolg ist das Remake aber nicht. In den deutschen Kinocharts ist der Spitzenreiter nach 15 Wochen wieder zweidimensional: "Der Kautions-Cop" mit Gerard Butler überzeugte auch ohne 3-D-Effekte.
Nicht in Blau, aber wieder 3D: "Avatar"-Star Sam Worthington (l.) in "Kampf der Titanen"
Nicht in Blau, aber wieder 3D: "Avatar"-Star Sam Worthington (l.) in "Kampf der Titanen"

Nicht in Blau, aber wieder 3D: "Avatar"-Star Sam Worthington (l.) in "Kampf der Titanen"

Foto: Warner Bros.
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Hamburg/Los Angeles - Und wieder ein 3-D-Blockbuster an der Chartspitze: "Kampf der Titanen" (Originaltitel: "Clash of the Titans"), Remake des gleichnamigen Achtziger-Jahre-Klassikers, hat es laut Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" in Nordamerika aus dem Stand auf Platz eins geschafft. 61,4 Millionen Dollar kamen in 3777 Kinos in die Kassen - besser ist am in den USA nur zweitägigen Osterwochenende noch kein Film gestartet.

Als voller 3-D-Erfolg kann das Endzeitspektakel von Regisseur Louis Leterrier ("Der unglaubliche Hulk") allerdings noch nicht gewertet werden: Mal davon abgesehen, dass das Ergebnis deutlich hinter dem sagenhaften Start von "Alice im Wunderland" (116,3 Millionen Dollar) zurückblieb und auch an "Avatar" (77 Millionen Dollar) nicht herankam, wurde rund die Hälfte der Karten überhaupt nicht für 3-D-Vorstellungen verkauft. "Kampf der Titanen" ist in 2D gedreht und erst nachträglich in das neuerdings lukrative Format konvertiert worden. Und da viele 3-D-Kinos in den USA und Kanada neben Burtons "Alice" derzeit auch noch den Animationsfilm "Drachenzähmen leicht gemacht" in 3D auf dem Programm haben, mussten die Titanen am Premierenwochenende zum Teil auf 2-D-Leinwände ausweichen.

Ob zwei- oder dreidimensional scheint für Tyler Perry hingegen keine Rolle zu spielen: Der US-Komiker, der für derben Klamauk bekannt ist, schlägt mit "Why did I get married too?" etwas weniger alberne Töne an und hat damit Erfolg: 30,1 Millionen Dollar Umsatz in 2155 Kinos. Dahinter hält sich "Drachenzähmen leicht gemacht" (Originaltitel: "How to train your dragon") mit 29,2 Millionen Dollar am zweiten Wochenende souverän.

Auf dem vierten Platz versucht sich Teenie-Idol Miley Cyrus langsam von ihrer ewigen Rolle als Hannah Montana zu befreien und beschert Disney dennoch einen Kassenschlager: 25,6 Millionen Dollar in 2673 Kinos setzte die Nicholas-Sparks-Adaption "Mit dir an meiner Seite" (Originaltitel: "The Last Song") seit dem Start am Mittwoch um. Für "Alice im Wunderland" reicht es mit acht Millionen Dollar Umsatz nur noch für den fünften Platz. Insgesamt hat Tim Burtons verrückt-phantastisches Abenteuer in Amerika bereits 310 Millionen Dollar eingespielt, weltweit über 700 Millionen.

Neues von Gerard Butler

Dass 3D allen Diskussionen um die Zukunft des Kinos zum Trotz nicht das Nonplusultra ist, zeigt die neue Nummer eins der deutschen Kinocharts: "Der Kautions-Cop" (Originaltitel: "The Bounty Hunter") mit Gerard Butler als Kopfgeldjäger auf der Spur von Jennifer Aniston kommt ganz ohne Spezialeffekte auf 350.000 Besucher in 518 Kinos. Die romantische Komödie von Andy Tennant ("Hitch - Der Date-Doktor") dürfte wohl nicht zuletzt vom anhaltenden Tratsch um eine Liebelei der beiden Hauptdarsteller profitiert haben.

Auf dem zweiten Platz: "Drachezähmen leicht gemacht" lockte 215.000 Kinogänger, dicht gefolgt von "Alice im Wunderland" mit 205.000 Zuschauern. Den vierten Platz holte sich das Comeback von Emma Thompson als Nanny McPhee in "Eine zauberhafte Nanny - Knall auf Fall in ein neues Abenteuer" (Originaltitel: "Nanny McPhee and the Big Bang"), das 130.000 Tickets verkaufte. Als das Kindermädchen mit der Knollnase vor vier Jahren antrat, um die Kinder von Colin Firth zu zähmen, wollten das noch fast doppelt so viele Zuschauer sehen.

Rang fünf geht an Oscar-Preisträgerin Sandra Bullock im Sportlerdrama "Blind Side" (115.000 Besucher). Einen weiteren Neueinsteiger hat es auf Platz acht verschlagen: Das Polizistendrama "Gesetz der Straße - Brooklyn's Finest" mit Richard Gere und Ethan Hawke verkaufte in 230 Kinos 70.000 Karten.

can/dpa