Box Office: Triumph der Vampire - DER SPIEGEL
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Box Office Triumph der Vampire

Mit Gruselfilmen scheint die amerikanische Filmindustrie in diesem Jahr den Nerv der Kinobesucher am besten zu treffen. Mit dem Vampirfilm "Underworld" eroberte erneut ein Horror-Streifen die Box-Office-Charts. In Deutschland herrscht weiterhin der "Fluch der Karibik".
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New York/Hamburg - Die Lust amerikanischer Kinobesucher am Gruseln ist ungebrochen. Der Film "Underworld" über eine blutige Fehde zwischen Vampiren und Werwölfen war am Wochenende bereits der dritte Horrorfilm des Jahres, der mühelos den ersten Platz der US-Kinocharts erobern konnte.

Trotz durchweg schlechter Kritiken setzte sich das actionreiche Fantasy-Spektakel mit Kate Beckinsale als Vampirkriegerin Selene mit 22 Millionen Dollar (19,35 Millionen Euro) Umsatz an die Spitze der Box-Office-Charts. Vor "Underworld" hatten die Horrorfilme "Freddy vs. Jason" und "Jeepers Creepers" an ihren jeweiligen Startwochenenden den Sprung an die Spitze geschafft. Ein deutscher Starttermin für "Underworld" ist noch nicht bekannt.

"Irgendwann in Mexico", Robert Rodriguez' dritte Mexiko-Schießerei, die ab Donnerstag auch in deutschen Kinos zu sehen ist, rutschte in den USA vom ersten gleich auf den vierten Platz ab. Der Filme spielte weitere 11,5 Millionen Dollar und damit bisher insgesamt 41,4 Millionen ein.

Die neu gestartete Musikkomödie "The Fighting Temptations" mit Cuba Gooding Jr. und der Pop-Sängerin Beyoncé Knowles setzte 13,2 Millionen Dollar um, was Platz zwei bedeutete. Das Familiendrama "Secondhand Lions" über einen Teenager (Haley Joel Osment) und seine beiden kauzigen Großonkel (Robert Duvall und Michael Caine) schaffte es auf Rang drei. Der ebenfalls neu gestartete Thriller "Cold Creek Manor" mit Dennis Quaid und Sharon Stone als Hausbesitzer, die von den früheren Bewohnern terrorisiert werden, schaffte immerhin den fünften Platz.

Angesichts der Gesamteinnahmen der zwölf besten Filme des Wochenendes in Höhe von 94 Millionen Dollar konnte Hollywood, in den vergangenen Wochen von einer Umsatzflaute verunsichert, aufatmen. Es war seit langem das beste Ergebnis eines September-Wochenendes und lag 37 Prozent über den Einnahmen des Vergleichszeitraums im vergangenen Jahr.

"Rosenstraße" in den deutschen Kinocharts

In Deutschland gibt es derweil wenig Neues an der Spitze der Kinocharts: Seit nunmehr drei Wochen ist die Seeräuberparodie "Fluch der Karibik" mit Johnny Depp unangefochtener Publikumsliebling. Dass man sich aber auch hierzulande gerne gruselt, demonstriert der zweite Platz für den neu gesarteten Psycho-Thriller "Identität" von James Mangold: Zehn einander fremde Menschen suchen Zuflucht vor einem Unwetter und landen in einem einsamen Wüstenhotel, wo sodann das gute alte "Zehn kleine Negerlein"-Prinzip in Kraft tritt.

Die US-Komödie "American Pie 3 - Jetzt wird geheiratet" verlor eine Position und landete auf den dritten Rang. Ridley Scotts Gaunerkomödie "Tricks" mit Nicolas Cage und Sam Rockwell als Ganoven-Duo, das reiche Leute durch betrügerische Methoden prellt, startete auf Platz vier.

Erfreulich für die deutsche Filmwirtschaft: Auch der bei den Filmfestspielen in Venedig preisgekrönte Film "Rosenstraße" von Margarethe von Trotta hat auf Anhieb den Sprung in die Kinocharts geschafft. Das Drama über den authentischen Protest von Frauen 1943 in Berlin gegen die drohende Deportation ihrer jüdischen Ehemänner schaffte es immerhin auf den fünften Platz. Katja Riemann war in Venedig als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet worden.

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