Box Office Unglaublich, dieser Hulk
Hamburg/Los Angeles - Er ist grün, groß und übt eine wahnsinnige Anziehungskraft auf Kinobesucher in den USA aus: "Der unglaubliche Hulk" katapultierte sich mit einem Einspielergebnis von 54,5 Millionen Dollar auf Platz eins der amerikanischen Kinocharts. In dem Action-Spektakel spielt Edward Norton den Wissenschaftler Bruce Banner, der sich nach einer giftigen Bestrahlung in ein grünes Muskelmonster verwandelt.
Die große Frage ist nun, ob die Filmbestie den Kampf gegen sich selbst gewinnen kann: Der Vorgänger "Hulk" war vor fünf Jahren mit 62,1 Millionen Dollar gestartet, kam aber insgesamt nur auf 132 Millionen Dollar - zu wenig Action, meinten enttäuschte Fans. Die neue, actionreichere Verfilmung aus dem Hause Marvel Comic läuft am 10. Juli in den deutschen Kinos an und hatte in den USA den sechstbesten Sommerstart überhaupt.
Damit verwies der grüne Riese den "Kung Fu Panda" auf den zweiten Platz der amerikanischen Box Office Charts. Die Komödie um einen kampfsportbegeisterten Bären baute am zweiten Wochenende 43 Prozent ab und kam auf 34,3 Millionen Dollar. Damit beträgt das Gesamtergebnis für den CGI-Animationsfilm von DreamWorks Animation nach zehn Tagen 118 Millionen Dollar - "Pandas" Einspielkurve krümmt sich ähnlich wie die von Pixars "Cars", der vor zwei Jahren im selben Zeitraum 117,1 Millionen Dollar einspielte und insgesamt auf beeindruckende 244,1 Millionen Dollar kam.
"The Happening" landete mit einem überraschend starken Einspielergebnis von 30,5 Millionen Dollar auf Platz drei. Damit markiert der Horrorfilm das Comeback des "Sixth Sense"-Regisseurs M. Night Shyamalan, der vor zwei Jahren mit "Lady in the Water" (insgesamt 42 Millionen Dollar) ein spektakuläres Bad im Misserfolg nehmen musste. Die aktuelle Fox-Produktion kann sich zwar nicht mit Shyamalans besten Ergebnissen für Disney messen ("Signs" lief mit 60,1 Millionen Dollar an, "The Village" kam auf 50,7 Millionen Dollar), hält aber gleichauf mit seiner Disney-Produktion "Unzerbrechlich", die dem Haus ein Gesamtergebnis von 94,8 Millionen Dollar bescherte.
Die viertplazierte Adam-Sandler-Komödie "Leg dich nicht mit Zohan an" musste am zweiten Wochenende heftige Einbußen von 57 Prozent hinnehmen. Sie kommt nach 16,4 Millionen Dollar vom Wochenende auf ein Gesamteinspielergebnis von 68,8 Millionen Dollar. "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" beschließt die Top Ten mit 13,5 Millionen Dollar und hat nach dem vierten Wochenende insgesamt 275,3 Millionen Dollar in die amerikanischen Kinokassen gespült. "Iron Man"plaziert sich mit 297,4 Millionen Dollar auf Rang sieben und wird als erster Film des Jahres die 300-Millionen-Dollar-Einspielmarke nehmen.
In Deutschland schlagen die vier Damen von "Sex and the City" weiterhin die Kino- und Fußballkonkurrenz in der Gunst der weiblichen Besucher. Die Verfilmung der Erfolgsserie mit Sarah Jessica Parker belegte mit etwa 230.000 Besuchern erneut die Spitzenposition. Insgesamt haben bisher knapp 1,5 Millionen Zuschauer die Abenteuer der New Yorkerinnen verfolgt.
Das zweitplazierte Archäologen-Spektakel "Indiana Jones 4" zog trotz der EM dieses Wochenende 190.000 Besucher in die deutschen Kinos und ist damit auf dem besten Weg, die 2,5-Millionen-Besucher-Marke zu durchbrechen.
Bester Neuling war "The Happening" auf Platz drei. Der neue Film von Regisseur M. Night Shyamalan lockte immerhin 150.000 Kinogänger an und schnitt damit auch in Deutschland deutlich besser ab als der Vorgänger "Das Mädchen aus dem Wasser" (111.000 Besucher). Auf Platz vier folgt ein weiterer Neuling, die Judd-Apatow-Komödie "Nie wieder Sex mit der Ex". 115.000 Zuschauer sahen den neuesten Film der Macher von "Beim ersten Mal". "Love Vegas" beschließt die top fünf mit 55.000 Besuchern und nahm die Eine-Million-Besucher-Hürde.
Am zweiten EM-Wochenende zog es zudem wieder deutlich mehr Zuschauer in die deutschen Kinos: Es wurden 1,1 Millionen Tickets an den Kinokassen gelöst - fast 250.000 mehr als letzte Woche.
pha/reuters/dpa