Box Office US-Kinogänger sehen rot
Die Bewohner eines arktischen Kaffs sehen schwarz kein Wunder, bei 30 Tagen ohne Sonnenlicht und einer Truppe Vampire, die zum Großangriff rüstet. Horror-Experte Sam Raimi produzierte die Blutsauger-Mär "30 Days of Night" ", in der sich unter anderem Josh Hartnett ("Pearl Harbour") und Melissa George ("Entgleist") als Helden bewähren (Platz eins der US-Charts, 16 Millionen Dollar Einspielergebnis).
Auf Platz zwei fragt sich Komiker Tyler Perry "Why Did I Get Married?" (zwölf Millionen Dollar), auf drei mutiert Muskelberg Dwayne "The Rock" Johnson zum Familien-Softie und "Daddy ohne Plan" (8,1 Millionen Dollar).
Im Anwaltsdrama "Michael Clayton" bastelt George Clooney weiter an seinem Image des Hollywood-Moralisten (7,1 Millionen Dollar). Rang fünf geht an Ben Afflecks Regiedebüt "Gone Baby Gone". Nach der Vorlage des Thriller-Star-Autoren Dennis Lehane ("Mystic River") klären Michelle Monaghan und Casey Affleck eine Kindesentführung auf (sechs Millionen Dollar).
Deutsche Kinogänger lassen sich weiterhin die Kochkünste einer Ratte schmecken: Die Animationskomödie "Ratatouille" ist auch am dritten Wochenende noch Spitze (785.000 Besucher). Überhaupt mag mans hierzulande leicht und heiter: Machos unter Feminismus-Verdacht ("Chuck and Larry", 140.000 Besucher), Fantasy-Märchen ("Der Sternwanderer", 110.000 Kinogänger) und surfende Pinguine ("Könige der Wellen", 65.000 Kinogänger) belegen die Plätze zwei bis vier. Nur das Schlusslicht der Top Fünf fällt aus der Reihe: Der Kriegsthriller "Operation: Kingdom" kann 50.000 gelöste Tickets verbuchen.
Neu gestartet sind die Tomi-Ungerer-Verfilmung "Die drei Räuber" (30.000 Besucher), Ang Lees neues Drama "Gefahr und Begierde" (25.000 Tickets) und Oliver Hirschbiegels von der amerikanischen Kritik verrissener Horrorfilm "Invasion" mit Nicole Kidman (25.000 Zuschauer).
Auch der Polit-Thriller "Enttarnt" und das Menschenhändler-Drama "Trade" debütierten mit mäßigen Zahlen (knapp 25.000 beziehungsweise 15.000 Besucher).
Laut Branchendienst "Blickpunkt: Film" wurden in Deutschland etwa 1,6 Millionen Kinotickets gelöst.