"Wickie" von "Bully": "Du denkst zu viel"
Box Office Wickie trotzt der Alien-Invasion
Los Angeles/Hamburg - Hey, hey, Wickie: Bully Herbig hat es mal wieder geschafft und mit seinem neusten Film das deutsche Kino im Sturm erobert. Laut Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" sahen 1,3 Millionen Menschen in 739 Kinos "Wickie und die starken Maenner". Damit legte die Verfilmung der beliebten Zeichentrickserie den besten Start eines deutschen Films seit "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1" (2,2 Millionen Besucher) hin - ebenfalls ein Herbig-Film.
Auch auf dem zweiten Platz am deutschen Box Office findet sich ein Neueinsteiger wieder: der Low-Budget-Film "District 9" vom Regisseur Neill Blomkamp, der zuvor schon in den USA für einen Überraschungserfolg an der Kinokasse gesorgt hatte. Zum Auftakt lockte der Science-Fiction-Thriller über Aliens in einem südafrikanischen Asylantenlager 180.000 Zuschauer in 394 Kinos.
Einen Platz unter den ersten drei sicherte sich auch das Sequel "Final Destination 4" mit 170.000 verkauften Tickets, gefolgt von . Den Kriegsfilm sahen erneut 150.000 Menschen - er hat damit nicht mehr nur nach Umsätzen, sondern auch nach Besucherzahlen "Kill Bill Vol. 1" als erfolgreichsten Film des Kult-Regisseurs hierzulande abgelöst.
Von dem falschen Wahlkämpfer Horst Schlämmer hatten die Zuschauer offenbar am Wochenende des groß angekündigten TV-Duells zwischen den wirklichen Kanzlerkandidaten genug. Hape Kerkelings Polit-Persiflage sahen mit 105.000 nur noch knapp halb so viele Besucher wie in der Vorwoche, musste sich mit dem fünften Platz zufrieden geben.
Lars von Triers provokanter , ein Beziehungsdrama voll extremer Gewalt und Psychoterror, war wohl zuviel für das deutsche Publikum. Er verkaufte zum Auftakt gerade mal 13.000 Kinokarten, dafür gab es Platz 19.
Filmmogul in Frauenkleidern
In den USA setzte sich derweil am Wochenende die resolute schwarze Großmutter Madea erneut an die Kinospitze. "I Can Do Bad All By Myself", der jüngste Teil der in Deutschland eher unbekannten Filmreihe des Filmmoguls Tyler Perry, der auch die Omi in der Hauptrolle mimt, spielte laut boxofficemojo.com zum Start geschätzte 24 Millionen Dollar in 2255 Kinos ein.
Den zweiten Platz am US-Box-Office holte sich mit 10,9 Millionen umgesetzten Dollar der post-apokalyptische Animationsfilm "9", nicht zu verwechseln mit dem von "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson produzierten Thriller "District 9", der nach diesem Wochenende nur noch auf Platz acht rangiert.
Hinter "9" folgen Tarantinos "Inglourious Basterds" mit 6,5 Millionen Dollar, die neue Sandra-Bullock-Komödie "All About Steve" (deutscher Titel: "Verrückt nach Steve") mit 5,8 Millionen und "The Final Destination" (deutscher Titel: "Final Destination 4") mit 5,5 Millionen - alle drei verloren rund die Hälfte im Vergleich zur Vorwoche.
Auf Platz sechs findet sich der dritte Neueinstieg des Wochenendes, wieder mal ein Horror-Remake. Diesmal wurde "The House on Sorority Row" aus den Achtzigern neu aufgelegt. Doch das in den USA heftig beworbene "Sorority Row" scheiterte an den Kinokassen mit einem Einspielergebnis von 5,3 Millionen. Noch enttäuschender lief allerdings die Antarktis-Action "Whiteout" an - mit 5,1 Millionen und das trotz Kate Beckinsale ("Underworld") in der Hauptrolle.